Unzufriedenheit mit Bundesregierung in Berlin
Berlin () – Die große Mehrheit der Bundesbürger ist mit der Arbeit der Bundesregierung unzufrieden. Laut einer Forsa-Umfrage für die Sender RTL und ntv sind lediglich 18 Prozent zufrieden, 82 Prozent dagegen nicht. Im Osten Deutschlands fällt die Kritik mit 87 Prozent noch etwas stärker aus als im Westen, wo 81 Prozent unzufrieden sind.
Selbst unter den Anhängern der Regierungsparteien überwiegt die Unzufriedenheit. Von den Anhängern der Union bewerten 46 Prozent die Arbeit der Bundesregierung positiv, 54 Prozent sind unzufrieden. Unter den Anhängern der SPD fällt das Urteil noch kritischer aus: Lediglich 28 Prozent sind zufrieden, 72 Prozent dagegen unzufrieden.
Bei den Oppositionsparteien fällt die Bewertung noch negativer aus. Von den Grünen-Anhängern sind nur 17 Prozent zufrieden und 83 Prozent unzufrieden. Bei den Anhängern der Linken äußern sich lediglich sechs Prozent zufrieden, 94 Prozent sind unzufrieden. Unter den AfD-Anhängern liegt die Zufriedenheit bei lediglich zwei Prozent, 97 Prozent bewerten die Arbeit der Bundesregierung negativ.
Auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Vizekanzler sowie Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) werden von den Bundesbürgern überwiegend kritisch beurteilt. Mit der bisherigen Arbeit von Merz sind derzeit lediglich 14 Prozent zufrieden, 85 Prozent dagegen unzufrieden. Klingbeil schneidet mit 18 Prozent Zufriedenheit zwar etwas besser ab, jedoch bewerten auch hier 74 Prozent seine Arbeit negativ.
Die Zustimmung zu beiden Spitzenpolitikern fällt auch in den eigenen Reihen vergleichsweise verhalten aus. Mit der Arbeit von Merz sind unter den Anhängern von CDU und CSU 48 Prozent zufrieden, 51 Prozent dagegen unzufrieden. Unter den SPD-Anhängern bewerten 17 Prozent die Arbeit von Merz positiv, 83 Prozent negativ.
Klingbeil erreicht bei den Anhängern der SPD eine Zustimmung von 36 Prozent, 59 Prozent sind mit seiner Arbeit unzufrieden. Unter den CDU/CSU-Anhängern sind 26 Prozent zufrieden und 69 Prozent unzufrieden. Bei den Anhängern der Grünen bewerten 23 Prozent seine Arbeit positiv und 63 Prozent negativ. Unter den Anhängern der Linken sind sechs Prozent zufrieden und 87 Prozent unzufrieden. Bei den AfD-Anhängern äußern lediglich drei Prozent Zustimmung, 95 Prozent sind unzufrieden.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Lars Klingbeil und Friedrich Merz (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Was ist passiert?
- 82 Prozent der Bundesbürger sind mit der Arbeit der Bundesregierung unzufrieden, nur 18 Prozent zufrieden
- Auch Merz und Klingbeil werden überwiegend negativ bewertet, Merz: 14 Prozent zufrieden, 85 Prozent unzufrieden; Klingbeil: 18 Prozent zufrieden, 74 Prozent unzufrieden
- Die Unzufriedenheit ist besonders stark in Ostdeutschland (87 Prozent) sowie bei den Anhängern von Linken, AfD und Grünen
Warum ist das wichtig?
- Zeigt eine weit verbreitete Unzufriedenheit mit der Arbeit der Bundesregierung und damit möglichen Handlungs- und Reformdruck
- Macht deutlich, dass die Kritik parteiübergreifend stark ist, selbst bei Anhängern der Regierungsparteien
- Bewertet auch die Arbeit der Spitzenpolitiker Merz und Klingbeil überwiegend negativ und signalisiert geringes Vertrauen in ihre bisherigen Entscheidungen
Wer ist betroffen?
- Anhänger der Regierungsparteien (Union und SPD)
- Anhänger der Oppositionsparteien (Grüne, Linke, AfD)
- Bundeskanzler Friedrich Merz und Vizekanzler/Bundesfinanzminister Lars Klingbeil insgesamt überwiegend kritisch beurteilt
Zahlen/Fakten?
- 18% zufrieden, 82% unzufrieden mit der Arbeit der Bundesregierung; Osten 87% unzufrieden, Westen 81% unzufrieden
- Unter CDU/CSU-Anhängern 46% zufrieden, 54% unzufrieden; unter SPD-Anhängern 28% zufrieden, 72% unzufrieden
- Merz: 14% zufrieden, 85% unzufrieden; Klingbeil: 18% zufrieden, 74% unzufrieden
Wie geht’s weiter?
- Die Bundesregierung wird von 82 Prozent der Bundesbürger überwiegend negativ bewertet; nur 18 Prozent sind zufrieden
- Auch Friedrich Merz (14 Prozent zufrieden) und Lars Klingbeil (18 Prozent zufrieden) werden deutlich kritischer beurteilt
- Die Kritik bleibt selbst innerhalb der eigenen Parteianhängerschaften überwiegend: bei der SPD mit Merz besonders stark (28 Prozent zufrieden, 72 Prozent unzufrieden)
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