Politik: Streit um Fregatten-Kauf in Berlin
Berlin () – Die Grünen fordern von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) Aufklärung zu dem gestoppten Milliardenprojekt zum Kauf von sechs Fregatten. Der für den Verteidigungsetat zuständige Grünen-Abgeordnete Sebastian Schäfer sagte der „Süddeutschen Zeitung“, gerade wenn man die „Zeitenwende“ zum Erfolg führen wolle, dürften Projekte nicht so entgleisen wie die Fregatte F126. Auf der einen Seite werde im Haushalt hart gespart, auf der anderen Seite würden Milliarden ohne jede Wirkung verbrannt.
Kanzler Friedrich Merz (CDU) und Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) würden armutsbetroffenen Kindern einen Zuschlag von 25 Euro im Monat streichen, das Verteidigungsministerium versenke gleichzeitig 2,5 Milliarden Euro – „und niemand übernimmt Verantwortung dafür“, so Schäfer. „Das untergräbt die gesellschaftliche Unterstützung für die notwendigen Ausgaben für unsere Sicherheit.“
In dem Fall des gestoppten Projekts drohen möglicherweise Schadensersatzforderungen. Der betroffene niederländische Schiffbauer Damen Schelde Naval Shipbuilding (DSNS) hat den Anwalt und langjährigen CSU-Politiker Peter Gauweiler mit dem Fall beauftragt.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Boris Pistorius (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Was ist passiert?
- Die Grünen fordern von Verteidigungsminister Boris Pistorius Aufklärung zum gestoppten Milliardenprojekt für den Kauf von sechs Fregatten
- Kritisiert wird, dass im Haushalt gespart werde, während 2,5 Milliarden Euro ohne Wirkung versenkt würden
- Beim gestoppten Projekt könnten Schadensersatzforderungen drohen, der niederländische Schiffbauer Damen Schelde Naval Shipbuilding hat dafür den Anwalt Peter Gauweiler beauftragt
Warum ist das wichtig?
- Untergräbt die gesellschaftliche Unterstützung für notwendige Ausgaben für die Sicherheit, wenn Milliarden ohne Wirkung verbrannt werden und niemand Verantwortung übernimmt
- Drohende Schadensersatzforderungen im gestoppten Fregattenprojekt machen die Aufklärung und Verantwortungsfrage besonders wichtig
- Bei knappen Haushalten müssen Projekte wie die Fregatte-F126-Fehlentwicklung verhindert werden, um die „Zeitenwende“ erfolgreich umzusetzen
Wer ist betroffen?
- Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD)
- Kanzler Friedrich Merz (CDU) und Finanzminister Lars Klingbeil (SPD)
- Armutsbetroffene Kinder
- Der niederländische Schiffbauer Damen Schelde Naval Shipbuilding (DSNS)
Zahlen/Fakten?
- 25 Euro Zuschlag im Monat für armutsbetroffene Kinder soll gestrichen werden
- 2,5 Milliarden Euro werden vom Verteidigungsministerium versenkt
- sechs Fregatten; Fregatte F126 (gestopptes Projekt); mögliche Schadensersatzforderungen durch den niederländischen Schiffbauer DSNS
Wie geht’s weiter?
- Die Grünen fordern von Verteidigungsminister Boris Pistorius Aufklärung zum gestoppten Milliardenprojekt für sechs Fregatten
- Es könnten Schadensersatzforderungen durch den niederländischen Schiffbauer Damen Schelde Naval Shipbuilding drohen
- Der CSU-Politiker Peter Gauweiler ist mit dem Fall beauftragt
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