SPD kritisiert Priens Pläne zur Kürzung des Unterhaltsvorschusses

15. Juli 2026
1 min Lesezeit

Politik: Unterhaltsvorschuss in

Berlin () – SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf fordert Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) auf, ihre Pläne zur Kürzung beim staatlichen Unterhaltsvorschuss zurückzunehmen. „Für Alleinerziehende ist der Vorschlag, hier zu kürzen, ein Offenbarungseid“, sagte Klüssendorf der Funke-Mediengruppe. Die überwältigende Mehrheit der Alleinerziehenden seien Frauen, die in das mit Abstand höchste Armutsrisiko trügen. Dieses Land dürfe sie nicht im Stich lassen.

Wegen des Sparzwangs im Bundeshaushalt will Prien beim staatlichen Unterhaltsvorschuss kürzen. Demnach soll der Staat den Vorschuss für Kinder von Alleinerziehenden nur noch bis zum 16. Geburtstag zahlen anstatt bis zur Volljährigkeit wie bisher. Klüssendorf forderte, dass der Staat weiterhin bis zur Volljährigkeit vorläufig einspringen und den Unterhaltsvorschuss übernehmen müsse, wenn ein Elternteil sich weigere, seine gesetzlichen Unterhaltspflichten zu erfüllen.

„Ich erwarte von Karin Prien, dass sie, bei aller Knappheit in den Kassen, den Blick konsequent darauf richtet, wie wir Alleinerziehenden und ihren Kindern das Leben leichter statt schwerer machen können“, sagte Klüssendorf. Eine Kürzung beim Unterhaltsvorschuss dürfe nicht am Ende der Debatte stehen.

Den Unterhaltsvorschuss zahlt der Staat für Kinder von Alleinerziehenden, wenn der andere Elternteil nicht für den gemeinsamen Nachwuchs aufkommt. „Wer beim Unterhalt kürzen will, trifft direkt Kinder und Jugendliche“, sagte Klüssendorf. Kein Kind sei jedoch für die Situation verantwortlich, die entstehe, wenn Eltern sich trennen. Und genau deshalb müsse hier auf den Staat Verlass sein.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Strand (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

SPD kritisiert Priens Pläne zur Kürzung des Unterhaltsvorschusses

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Was ist passiert?

  • SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf fordert Bundesfamilienministerin Karin Prien auf, ihre geplanten Kürzungen beim staatlichen Unterhaltsvorschuss zurückzunehmen
  • Geplant ist, dass der Staat den Unterhaltsvorschuss für Kinder von Alleinerziehenden nur noch bis zum 16. Geburtstag statt bis zur Volljährigkeit zahlt
  • Klüssendorf kritisiert die Kürzungen als besonders belastend für Alleinerziehende und deren Kinder und fordert stattdessen, dass der Staat bei Verweigerung von Unterhaltspflichten weiterhin einspringt

Warum ist das wichtig?

  • Kürzungen beim staatlichen Unterhaltsvorschuss treffen direkt Kinder und Jugendliche und erschweren das Leben von Alleinerziehenden
  • Der Unterhaltsvorschuss soll bis zur Volljährigkeit weitergezahlt werden, damit der Staat bei verweigerter Unterhaltspflicht des anderen Elternteils einspringen kann
  • Alleinerziehende tragen laut Artikel ein besonders hohes Armutsrisiko; das ist wichtig, um soziale Not zu verhindern

Wer ist betroffen?

  • Alleinerziehende Frauen
  • Alleinerziehende und ihre Kinder
  • Kinder und Jugendliche von Alleinerziehenden

Zahlen/Fakten?

  • Kürzung geplant: Unterhaltsvorschuss für Kinder von Alleinerziehenden nur bis zum 16. Geburtstag statt bis zur Volljährigkeit
  • Unterhaltsvorschuss soll bei Verweigerung eines Elternteils weiter bis zur Volljährigkeit vorläufig vom Staat übernommen werden
  • Unterhaltsvorschuss betrifft überwiegend Alleinerziehende, die laut Text überwältigende Mehrheit Frauen sind

Wie geht’s weiter?

  • Tim Klüssendorf fordert Karin Prien auf, ihre Pläne zur Kürzung beim staatlichen Unterhaltsvorschuss zurückzunehmen
  • Der Unterhaltsvorschuss soll weiterhin bis zur Volljährigkeit gezahlt werden, statt nur bis zum 16. Geburtstag
  • Prien soll trotz Sparzwang darauf achten, Alleinerziehenden und ihren Kindern das Leben zu erleichtern, statt es zu erschweren
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