Politik: Zentraler Gedenkort für RAF-Opfer in Deutschland
Berlin () – Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) unterstützt die Forderung nach einem zentralen Mahnmal für die Opfer des RAF-Terrors.
„Der RAF-Terror hat unser Land Jahrzehnte lang im Bann gehalten und schrecklichste Verbrechen begangen“, sagte Dobrindt der „Bild“. Dem Gedenken an die Opfer des Linksterrorismus in Deutschland ein Denkmal zu setzen, halte er für ein berechtigtes Anliegen.
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer kündigte an, den Vorschlag im Hinblick auf das Gedenkjahr 2027 zu prüfen. „Insbesondere jüngeren Generationen muss vermittelt werden, wohin politischer Extremismus führt“, sagte sein Sprecher der „Bild“. Das Andenken an die Toten sei zugleich „Mahnung für die hohe Bedeutung des Einsatzes für eine wehrhafte Demokratie“. Den Vorschlag der Hinterbliebenen wolle er in seine Überlegungen für das Gedenkjahr 2027 einbeziehen.
2027 jährt sich der sogenannte Deutsche Herbst zum 50. Mal. 1977 wurden unter anderem Generalbundesanwalt Siegfried Buback, der Dresdner-Bank-Chef Jürgen Ponto sowie Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer von der RAF ermordet.
Unterstützung für den Mahnmal-Vorstoß kommt auch aus Berlin. Kultursenator Stefan Evers (CDU) sagte der Zeitung: „Die Opfer des RAF-Terrorismus waren Vertreterinnen und Vertreter unseres freiheitlich-demokratischen Gemeinwesens, das die RAF beseitigen wollte. Den Opfern und den Angehörigen gilt es auch heute, ein ehrendes Gedenken zu bewahren.“ Die Idee eines öffentlichen Gedenkens begrüße er „gerade in Zeiten, in denen Extremismus und Terror zu einer Bedrohung für ein friedliches, gemeinschaftliches Miteinander werden“.
Zuvor hatten Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sowie Angehörige mehrerer RAF-Opfer einen zentralen Erinnerungsort gefordert.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Alexander Dobrindt und Wolfram Weimer (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Was ist passiert?
- Bundesinnenminister Alexander Dobrindt unterstützt die Forderung nach einem zentralen Mahnmal für die Opfer des RAF-Terrors
- Kulturstaatsminister Wolfram Weimer will den Vorschlag im Hinblick auf das Gedenkjahr 2027 prüfen, zum 50. Jahrestag des Deutschen Herbstes
- Auch aus Berlin wird der Vorstoß unterstützt; Bayerns Innenminister sowie Angehörige mehrerer RAF-Opfer hatten zuvor einen zentralen Erinnerungsort gefordert
Warum ist das wichtig?
- Ein zentrales Mahnmal für RAF-Opfer schafft öffentliches Gedenken und erinnert an das Ausmaß der Verbrechen des Linksterrorismus
- Es soll besonders jüngeren Generationen deutlich machen, wohin politischer Extremismus führt
- Das Mahnmal wirkt als Mahnung für den Einsatz einer wehrhaften Demokratie und stärkt den Umgang mit Extremismus und Terror
Wer ist betroffen?
- Opfer des RAF-Terrors
- Angehörige der RAF-Opfer
- Vertreterinnen und Vertreter des freiheitlich-demokratischen Gemeinwesens, das die RAF beseitigen wollte
Zahlen/Fakten?
- 2027 jährt sich der sogenannte Deutsche Herbst zum 50. Mal
- 1977 wurden unter anderem Generalbundesanwalt Siegfried Buback, Jürgen Ponto und Hanns Martin Schleyer von der RAF ermordet
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Wie geht’s weiter?
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- Kulturstaatsminister Wolfram Weimer will den Vorschlag im Hinblick auf das Gedenkjahr 2027 prüfen
- Für 2027 werden die Vorstöße für einen zentralen Erinnerungsort weiter in die Überlegungen einbezogen
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