Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Außenpolitik und Militärpräsenz in Rheinland-Pfalz
Mainz () – Der Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, Alexander Schweitzer (SPD) hat Forderungen zurückgewiesen, den US-Streitkräften die Nutzung der Militärbasis Ramstein im Iran-Krieg aus völkerrechtlichen Gründen zu verwehren. Man wolle sich zwar nicht in den Krieg hineinziehen lassen, arbeite aber „partnerschaftlich mit unseren Amerikanern“ zusammen und wolle Außenpolitik und Landespolitik nicht vermischen, sagte er dem Nachrichtensender „Welt“.
„Die Amerikaner haben Standorte in Deutschland, einige davon auch in Rheinland-Pfalz. Das ist schon immer so gewesen. Und die Amerikaner werden diese Standorte auch nutzen, um internationales Engagement zu organisieren.“ Und das bedeutet eben auch im Iran, was durch Rechtsprechung immer wieder auch angesprochen worden sei. „Wir sind auch ein Land, das auf gute Partnerschaft setzt, bis in die Kommunen des Landes Rheinland-Pfalz. Und wer deshalb Außenpolitik mit der Landespolitik vermischen will, der wird bei mir keine Unterstützung dafür finden.“
Vom Krieg der USA an sich distanzierte sich Schweitzer allerdings schon: „Ich will deutlich sagen: Wir wollen uns nicht in den Iran-Krieg hineinziehen lassen. Das wollen wir nicht. Deshalb werden wir auch genau überlegen müssen, ob wir militärisches Engagement investieren, wie es ja auch immer wieder aus dem Weißen Haus als Forderung kommt.“
Der CDU-Spitzenkandidat für Rheinland-Pfalz, Gordon Schnieder, wies unterdessen Forderungen der Linken nach einer Schließung der US-Militärbasis in Ramstein zurück. „Es wäre für dieses Land ganz schlimm, wenn wir die US-Stationierungsstreitkräfte nicht hätten“, sagte er dem TV-Sender „Welt“. Und man habe gesehen, was das Völkerrecht in den letzten Jahren bewirkt habe, „nämlich nichts, was den Terror des Irans verhindert hat“.
„Und wenn Israel sich in seiner Sicherheit bedroht sieht und der Iran immer davon gesprochen hat, er radiert Israel von der Landkarte, dann gestehe ich Israel und den Vereinigten Staaten zu, dann entsprechend zu agieren“, so Schnieder.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Alexander Schweitzer (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Alexander Schweitzer weist Forderungen zurück, den US-Streitkräften die Nutzung der Militärbasis Ramstein im Iran-Krieg zu verwehren.
- Er betont die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Amerikanern und distanziert sich vom Iran-Krieg.
- Gordon Schnieder lehnt die Schließung der US-Militärbasis ab und sieht die Notwendigkeit der US-Stationierungsstreitkräfte.
Warum ist das wichtig?
- Partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den USA in sicherheitspolitischen Angelegenheiten
- Verhinderung einer Eskalation durch militärisches Engagement im Iran-Konflikt
- Bedeutung der US-Militärbasis für die nationale Sicherheit Deutschlands
Wer ist betroffen?
- US-Streitkräfte
- Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz
- CDU-Spitzenkandidat für Rheinland-Pfalz
Zahlen/Fakten?
- Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) unterstützt US-Streitkräfte in Rheinland-Pfalz.
- Schweitzer distanziert sich von militärischem Engagement im Iran-Krieg.
- CDU-Kandidat Gordon Schnieder bezeichnet Schließung der US-Basis in Ramstein als "schlimm".
Wie geht’s weiter?
- Fortsetzung der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit den USA
- Keine Beteiligung am Iran-Krieg
- Überlegungen zu militärischem Engagement bleiben notwendig
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