Scharfe Kritik vom Eigentümerverband an Hubigs Mietreform-Plänen

21. Dezember 2025
1 min Lesezeit

Scharfe Kritik vom Eigentümerverband an Hubigs Mietreform-Plänen

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Mietrechtsreform in Berlin: Eigentümerverband kritisiert Ministerin

() – Der Eigentümerverband Haus und Grund hat mit scharfer Kritik auf die Ankündigung einer Mietrechtsreform von Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) reagiert.

„Wenn Mieten nicht einmal mehr entsprechend der allgemeinen Preisentwicklung steigen dürfen, kann von Fairness keine Rede sein“, sagte Haus-und-Grund-Präsident Kai Warnecke den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagsausgaben). Die Begrenzung könne dazu führen, dass vermietende Privatpersonen aufgeben müssten, warnte Warnecke. „Frau Hubig schafft keinen Interessenausgleich, sie agiert wie eine Parteisoldatin, nicht wie eine Ministerin“, griff der Eigentümerverbandspräsident die Justizministerin an.

Hubig hatte gegenüber der „Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft“ angekündigt, den Anstieg von Indexmieten auf 3,5 Prozent pro Jahr deckeln zu wollen. Zudem wolle sie mehr Transparenz bei der Vermietung von möblierten Wohnungen und klarere Regeln bei der Kurzzeitvermietung schaffen.

Warnecke kritisierte neben den Indexmieten noch eine weitere Reformidee aus dem Haus von Hubig. So will Hubig im Rahmen der Schonfrist dafür sorgen, dass eine bereits ausgesprochene Kündigung rückgängig gemacht wird, wenn Mieter in der Lage sind, die ausstehenden Beträge zu begleichen. „Eine Ausweitung der Schonfrist ist eine Ohrfeige für Millionen privater Vermieter, die mit ihrem Ersparten anderen Menschen Wohnraum geben“, sagte Warnecke. Er sieht die Verantwortung, Menschen vor Obdachlosigkeit zu schützen, beim Staat und nicht bei den Vermietern. „Einer vermietenden Privatperson mit einer oder zwei Wohnungen ist es nicht zumutbar, an einem Mietverhältnis festhalten zu müssen, wenn der Mieter monatelang keine Miete zahlt“, sagte der Haus-und-Grund-Präsident.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Haus (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Eigentümerverband Haus und Grund kritisiert Mietrechtsreform von Bundesjustizministerin Stefanie Hubig.
  • Hubig plant Deckelung von Indexmieten auf 3,5 Prozent jährlich und mehr Transparenz bei Mietverträgen.
  • Warnecke warnt vor negativen Folgen für private Vermieter durch erweiterte Schonfristen bei Mietkündigungen.

Warum ist das wichtig?

  • Kritik an der Mietrechtsreform kann die Stabilität des Mietmarkts gefährden
  • Begrenzte Mieterhöhungen könnten vermietende Privatpersonen zur Aufgabe zwingen
  • Verantwortung für Obdachlosigkeit sollte beim Staat liegen, nicht bei Vermietern

Wer ist betroffen?

  • Eigentümerverband Haus und Grund
  • vermietende Privatpersonen
  • Mieter

Zahlen/Fakten?

  • Mietsteigerung für Indexmieten auf 3,5 % pro Jahr deckeln
  • Ausweitung der Schonfrist für Kündigungen
  • Verantwortung für Obdachlosigkeit liegt beim Staat, nicht bei Vermietern

Wie geht’s weiter?

  • Weiterführende Diskussion über die Mietrechtsreform abwarten
  • Mögliche Widerstände von Vermietern gegen geplante Regelungen
  • Auswirkungen der Reform auf zukünftige Mietverhältnisse analysieren
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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