Politik und Umwelt: Steinhuder Meer
Wunstorf () – Das Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser hat den zweiten Teil des Seeentwicklungsplans für das Steinhuder Meer vorgelegt, teilte die Behörde mit. Der Plan enthält konkrete Maßnahmen zum Erhalt des größten Sees in Niedersachsen.
Ziel ist es, den See langfristig als Naturraum, Lebensraum und nutzbares Gewässer zu sichern.
Im Mittelpunkt stehen die Reduzierung von Nährstoffeinträgen, die gezielte Entschlammung, ein besseres Wasserstandsmanagement sowie Maßnahmen an Zuflüssen und Entwässerungssystemen. Der Plan sieht unter anderem vor, am Winzlarer Grenzgraben eine offene Einstau-Aue zu schaffen und am Großenheidorngraben ein schilfbewachsenes Rückhaltebecken zu errichten.
Zudem soll ein Retentionsbodenfilter an der Oberflächenentwässerung aus Steinhude und Großenheidorn bis 2028 fertiggestellt werden. Die jährlich ins Steinhuder Meer eingetragenen rund 2.000 Kilogramm Phosphor sollen auf maximal 520 Kilogramm reduziert werden.
Die Schlammneubildung im See wird auf jährlich 52.000 bis 64.000 Kubikmeter geschätzt.
Künftig soll die Entschlammung in dieser Größenordnung erfolgen, solange die Neubildung nicht sinkt. Für ein effektiveres Wasserhaushaltsmanagement sollen bessere Daten etwa zu Zuflüssen, Grundwasser und Klimawandelfolgen erhoben werden.
Der Plan ist als Arbeitsrahmen für die kommenden Jahre gedacht und wird im Herbst auf der Naturpark-Konferenz des Naturparks Steinhuder Meer vorgestellt.
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