Leihmutterschaft: Frauen-Gruppe der Unionsfraktion attackiert Spahn

17. Juli 2026
1 min Lesezeit

Politik: Kritik an Leihmutterschaft

() – Die Vorsitzende der Gruppe der Frauen in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Mechthild Heil (CDU), hat Fraktionschef Jens Spahn scharf dafür kritisiert, dass er mit Hilfe einer Leihmutter in den USA Vater geworden ist. „Frauen dürfen weder zum Sex gekauft, noch als Brutkasten missbraucht werden“, sagte die rheinland-pfälzische Christdemokratin der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Samstagausgabe).

Die allermeisten Frauen seien „den Käufern dieser Ausbeutung“ nicht gleichgestellt, so Heil. Die Frauen handelten ihrer Ansicht nach aus finanzieller Not, physischer oder psychischer Abhängigkeit oder dem vermeintlichen Mangel an Alternativen.

Heil erklärte, die wenigen selbstbestimmten Frauen, die unabhängig und frei entscheiden könnten, unterstützten am Ende aber auch dieses ausbeuterische System zwischen Kaufeltern und Leihmüttern. Sie lehne den Kauf von Kindern und damit die Leihmutterschaft ab, so Heil. Zur Gruppe der Frauen in der Unionsfraktion gehören mehr als 40 Abgeordnete.

Verteidigt wurde Spahn vom baden-württembergischen CDU-Abgeordneten David Preisendanz. Er sagte der Zeitung, er habe Spahn von Herzen gratuliert. Natürlich sehe er die politische Widersprüchlichkeit. Es falle ihm aber schwer, Menschen zu kritisieren, die sich ihren Kinderwunsch erfüllten.

Aus Regierungskreisen hieß es auf Anfrage der Zeitung, Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) werde sich zu gegebener Zeit äußern. Spahn hatte sich in der Vergangenheit gegen eine Legalisierung von Leihmutterschaft in ausgesprochen.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Mechthild Heil und Jens Spahn (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Leihmutterschaft: Frauen-Gruppe der Unionsfraktion attackiert Spahn

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Was ist passiert?

  • Mechthild Heil kritisierte Jens Spahn dafür, dass er mit Hilfe einer Leihmutter in den USA Vater geworden ist
  • Heil forderte, Frauen weder zu kaufen noch als Brutkasten zu missbrauchen, und lehnte die Leihmutterschaft ab
  • David Preisendanz verteidigte Spahn, während aus Regierungskreisen hieß, Bundeskanzler Friedrich Merz werde sich zu gegebener Zeit äußern

Warum ist das wichtig?

  • Leihmutterschaft wird als Ausbeutung kritisiert, weil Frauen dafür zum „Sex gekauft“ oder als „Brutkasten“ missbraucht werden könnten
  • Die Kritik betont, dass die meisten Betroffenen nicht gleichgestellt oder selbstbestimmt handeln, sondern aus Abhängigkeit oder finanzieller Not
  • Dadurch wird politisch der Umgang mit Familienplanung und dem Wunsch nach Kindern in Bezug auf Menschenwürde und rechtliche/gesellschaftliche Konsequenzen relevant

Wer ist betroffen?

  • Mechthild Heil, Vorsitzende der Gruppe der Frauen in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion
  • Frauen, die als Leihmütter von Ausbeutung betroffen sein könnten
  • Jens Spahn

Zahlen/Fakten?

  • Mechthild Heil kritisierte Jens Spahn dafür, dass er mit Hilfe einer Leihmutter in den USA Vater geworden ist
  • Heil sagte, Zur Gruppe der Frauen in der Unionsfraktion gehören mehr als 40 Abgeordnete
  • Spahn hatte sich in der Vergangenheit gegen eine Legalisierung von Leihmutterschaft in Deutschland ausgesprochen

Wie geht’s weiter?

  • Merz werde sich „zu gegebener Zeit“ äußern
  • Spahn hatte sich zuvor gegen eine Legalisierung von Leihmutterschaft in Deutschland ausgesprochen
  • Heil fordert Ablehnung von Kinderkauf und Leihmutterschaft als ausbeuterisches System
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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