Krankenkassen hoffen auf grünes Licht für Klinikreform

6. März 2026
1 min Lesezeit

Krankenkassen hoffen auf grünes Licht für Klinikreform

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Krankenhausreform in Berlin: Chancen und Herausforderungen

() – Die gesetzlichen Krankenkassen hoffen auf grünes Licht des Bundestages für die Krankenhausreform an diesem Freitag, haben aber die Hoffnung auf große Einsparungen gedämpft.

„Der Kompromiss nach langen und schwierigen Verhandlungen hat mehr Licht als Schatten. Eine Verabschiedung wäre daher besser, als wenn die Reform abermals verschoben würde“, sagte Stefanie Stoff-Ahnis, stellvertretende Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Freitagsausgabe).

„Wir sind allerdings nicht froh darüber, dass die Gesundheitsministerin den Ländern so weit entgegengekommen ist“, sagte Stoff-Ahnis und nannte die Abschwächung von Qualitätsvorgaben im Personalbereich sowie längere Übergangsfristen. „Es wäre besser gewesen, da schärfer zu schalten, die Qualität für die Patientenversorgung stärker in den Fokus zu rücken und die Krankenhauslandschaft zügiger zu konzentrieren.“

Die noch von der Ampel-Regierung auf den Weg gebrachte Reform sieht Mengenvorgaben für bestimmte Eingriffe sowie die Zusammenlegung von Krankenhäusern vor, auch um Personal zu sparen. „Wenn sie jetzt endlich kommt, wäre ein Anfang gemacht“, sagte die GKV-Vize-Chefin der „noz“. „Was definitiv nicht passieren darf: Dass die Länder die notwendigen Schritte, und dazu zählt die Schließung nicht versorgungsrelevanter Kliniken, wie so oft in der Vergangenheit auch weiterhin blockieren. Die Gefahr ist weiterhin da.“ Für die Patienten sei es besser, im Einzelfall etwas weiter fahren zu müssen, dafür aber von erfahrenem Fachpersonal optimal versorgt zu werden.

„Ein weiterer Punkt: Angesichts der Zugeständnisse an die Länder wird es bestenfalls geringe Einsparungen geben“, sagte Stoff-Ahnis. „Das ist umso problematischer, als dass die Ausgaben für die Kliniken im vergangenen Jahr auf 111 Milliarden Euro gestiegen sind. Es ist wichtiger denn je, dass die Finanzkommission auch für den Krankenhausbereich tatsächlich wirksame Sparmaßnahmen vorschlägt, die dann auch kommen müssen.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Krankenhaus (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Gesetzliche Krankenkassen hoffen auf Zustimmung des Bundestages zur Krankenhausreform.
  • Hoffnungen auf umfassende Einsparungen wurden gedämpft.
  • Reform umfasst Mengenvorgaben und Zusammenlegungen von Krankenhäusern, jedoch gibt es Bedenken wegen Abschwächungen von Qualitätsvorgaben.

Warum ist das wichtig?

  • Wichtige Reform zur Verbesserung der Krankenhausversorgung und Kostensenkung
  • Gefahr der Blockade notwendiger Maßnahmen durch die Bundesländer
  • Hohe Ausgaben im Klinikbereich verlangen effektive Sparmaßnahmen

Wer ist betroffen?

  • Gesetzliche Krankenkassen
  • Patienten
  • Krankenhäuser

Zahlen/Fakten?

  • 111 Milliarden Euro Ausgaben für Kliniken im letzten Jahr
  • Mengenvorgaben für bestimmte Eingriffe und Zusammenlegung von Krankenhäusern
  • Risiko der Blockade notwendiger Schritte durch die Länder

Wie geht’s weiter?

  • Bundestag entscheidet über Krankenhausreform
  • Notwendige Schritte zur Schließung nicht versorgungsrelevanter Kliniken müssen durchgesetzt werden
  • Finanzkommission soll wirksame Sparmaßnahmen vorschlagen
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