Koalition uneins über Marinemission in der Straße von Hormus

14. März 2026
1 min Lesezeit

Koalition uneins über Marinemission in der Straße von Hormus

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Politische Dispute über Bundeswehreinsatz in Berlin

() – Die Fachpolitiker der Regierungskoalition sind sich uneinig über eine Beteiligung der Bundeswehr an einer internationalen Marinemission in der Straße von Hormus.

Der CDU-Verteidigungspolitiker Bastian Ernst zeigte sich offen für einen Einsatz im internationalen Kontext. „Die Huthi-Miliz im Jemen hatte ihre Angriffe auf die zivile Schifffahrt im Roten Meer beendet. Dadurch hat auch die EU-Mission Aspides zum Schutz dieser Schifffahrtsrouten an Bedeutung verloren“, sagte Ernst der „Welt“. „Das könnte sich nun wieder ändern, wenn die Huthis aus Solidarität mit dem ihre Attacken auf den Schiffsverkehr wieder aufnehmen.“

Darauf müsse vorbereitet sein „und mit unseren Partnern Planungen machen und Beiträge abstimmen“, so der für Marine zuständige Verteidigungspolitiker. „Dann könnte auch Deutschland sein Engagement in der Aspides-Mission zur Wahrung der Freiheit der Schifffahrt wieder hochfahren.“ Dafür habe der Bundestag ein Mandat mit einer Obergrenze von 350 Soldaten erteilt, so Ernst: „Das würde zur Entsendung einer Fregatte oder eines Seefernaufklärers ausreichen.“

Der außenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Adis Ahmetovic, lehnte eine Beteiligung dagegen ab. „Für die SPD ist klar: Wir beteiligen uns nicht am Iran-Krieg“, sagte Ahmetovic der „Welt“. „Der Angriff ist völkerrechtlich nicht gedeckt, und die damit verbundenen Risiken für die regionale Stabilität sowie für die europäische Sicherheit stehen im Widerspruch zu den deutschen Interessen.“ Die Bundesregierung sollte keinen Zweifel daran aufkommen lassen, „dass in dieser Frage Prinzipien und Interessen deckungsgleich sind und dass wir gut daran tun, das Völkerrecht weiterhin als Fundament und Richtschnur deutschen außenpolitischen Handelns zu begreifen“, so Ahmetovic.

Die aktuellen Entwicklungen im Iran-Krieg bestärkten die SPD in dieser ablehnenden Haltung. „Zugleich wird die Lage durch widersprüchliche Signale aus der Trump-Administration sowie aus der israelischen Regierung zunehmend undurchsichtig und schwer kalkulierbar“, sagte der Außenpolitiker: „Deutschland ist zudem gut beraten, seinen Einsatz vor allem auf diplomatische Bemühungen gemeinsam mit der EU, den Golfstaaten und der zu konzentrieren, um den Krieg schnellstmöglich zu beenden.“ Andernfalls drohe die ganze Region in Mitleidenschaft gezogen zu werden, während die negativen Folgen für die Weltwirtschaft täglich weiter zunähmen.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Deutsche Kriegsschiffe (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Uneinigkeit in der Regierungskoalition über Bundeswehr-Beteiligung an Marinemission in der Straße von Hormus.
  • CDU-Verteidigungspolitiker Bastian Ernst spricht sich für Einsatz aus, während SPD-Außenpolitiker Adis Ahmetovic eine Beteiligung ablehnt.
  • SPD sieht Risiken für regionale Stabilität und fordert Fokus auf diplomatische Bemühungen.

Warum ist das wichtig?

  • Uneinigkeit in der Bundesregierung über Bundeswehreinsatz in Hormus
  • Vorbereitungen sind wichtig für den Schutz von Schifffahrtsrouten
  • Völkerrechtliche Bedenken und Risiken für regionale Stabilität müssen berücksichtigt werden

Wer ist betroffen?

  • Fachpolitiker der Regierungskoalition
  • Bundeswehr
  • Huthi-Miliz im Jemen

Zahlen/Fakten?

  • Mandat für 350 Soldaten erteilt
  • Entsendung einer Fregatte oder eines Seefernaufklärers möglich
  • SPD lehnt Beteiligung am Iran-Krieg ab

Wie geht’s weiter?

  • Deutschland sollte Planungen für ein Engagement in der Aspides-Mission überlegen.
  • Mögliche Entsendung einer Fregatte oder eines Seefernaufklärers im internationalen Kontext.
  • SPD bleibt gegen eine Beteiligung am Iran-Krieg und betont die Priorität diplomatischer Bemühungen.
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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