Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Politik in Berlin: Skepsis der Jusos
Berlin () – Die Jusos sind trotz des Entgegenkommens beim Thema Reform des Sozialstaats durch den Bundeskanzler weiter skeptisch.
„Das sind neue Töne aus der CDU. Das ist gut. Ich traue dem Braten noch nicht ganz“, sagte der Vorsitzende Philipp Türmer den Sendern RTL und ntv. „Das war eine klare Ansage an seine Partei, dass man den Sozialstaat nicht reformieren kann, indem man den Leuten die Zahnarztleistungen streicht. Ich bin mir noch unsicher, ob sich daran alle in der Union halten. Aber es wäre auf jeden Fall begrüßenswert.“
Angesprochen darauf, welche Reformen die Regierung nun zuerst angehen müsste, antwortete Türmer: „Wir müssen Kapitalerträge zur Finanzierung des Sozialstaats heranziehen.“ Es sei total unfair, dass der gesamte Sozialstaat nur von den Löhnen der Arbeitnehmer bezahlt werde und Menschen, die viele Milliarden an Kapitalerträgen hätten, sich „komplett rausnehmen“.
„Niemand will Kleinsparer treffen. In jedem Fall gäbe es da immer Freibeträge.“ Es gehe ihm um „andere Leute“. So gebe es fast zehn Milliardäre unter 30 in Deutschland. „Die haben ganz gewiss nicht dafür gearbeitet, sondern die haben das einfach von Mami und Papi geerbt oder geschenkt bekommen. Das ist unfair. Diese Menschen leisten im Moment kaum etwas zur Finanzierung unseres Sozialstaats. Das geht nicht.“
Dass CSU-Chef Markus Söder zuletzt eine Reform der Erbschaftssteuer kategorisch ausgeschlossen hatte, besorgt den Juso-Chef nicht. „Markus Söder sagt alle drei Tage was anderes, und besonders am Aschermittwoch. Ich bin mir unsicher, ob er sich selbst noch daran erinnern kann, was er da gesagt hat.“
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Philipp Türmer (Archiv) |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Jusos bleiben trotz neuer Ansagen der CDU skeptisch gegenüber Sozialreform.
- Philipp Türmer fordert, Kapitalerträge zur Finanzierung des Sozialstaats heranzuziehen.
- Erbschaftssteuer-Reform wird von CSU-Chef Markus Söder ausgeschlossen, Türmer ist unbesorgt.
Warum ist das wichtig?
- Skepsis der Jusos trotz Zugeständnissen der CDU zur Sozialstaatsreform
- Forderung, Kapitalerträge zur Finanzierung des Sozialstaats heranzuziehen
- Ungleichheit in der Finanzierung des Sozialstaats durch hohe Vermögen und Erbschaften
Wer ist betroffen?
- Jusos
- Arbeitnehmer
- Milliardäre unter 30
Zahlen/Fakten?
- Fast zehn Milliardäre unter 30 in Deutschland
- Kapitalerträge sollen zur Finanzierung des Sozialstaats herangezogen werden
- Soziale Finanzierung hängt derzeit stark von Arbeitnehmerlöhnen ab
Wie geht’s weiter?
- Skepsis bleibt trotz Entgegenkommens der CDU zur Reform des Sozialstaats
- Forderung nach Einbeziehung von Kapitalerträgen zur Finanzierung des Sozialstaats
- Hinweis auf Ungerechtigkeit bei der Belastung von Arbeitnehmern im Vergleich zu Millionären und Milliardären
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