Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Innenpolitik: Abschiebung straffälliger Flüchtlinge in Berlin
Berlin () – Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD), will die Hürden für die Abschiebung straffälliger Flüchtlinge senken und dabei auch ukrainische Flüchtlinge und Extremisten einbeziehen.
„Wir müssen bei der Rückführung von Straftätern die hohen rechtlichen Hürden bei Menschen mit Schutzstatus senken – und zwar unabhängig vom Herkunftsland“, sagte Grote dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ vor dem am Mittwoch beginnenden Treffen der 17 Amtsinhaber aus Bund und Ländern. „Das gilt für Syrien also genauso wie für Afghanistan, wo die Rückführung von Straftätern noch intensiver sein könnte. Wir können der Bevölkerung nicht vermitteln, dass Menschen, die hier zum Teil wiederholt schwere Straftaten begehen, trotzdem bleiben können. Wir müssen das Bleibeinteresse des Einzelnen stärker mit dem Sicherheitsinteresse der Bevölkerung abwägen und Letzteres höher gewichten.“
Derzeit müssten für eine Ausweisung zwingende Gründe der nationalen Sicherheit vorliegen, fügte der SPD-Politiker hinzu. Diese Schwelle müsse gesenkt werden. Wenn Menschen, die hier Schutz genießen, auch bei gewichtigen Straftaten und Verurteilungen zu Freiheitsstrafen ihr Aufenthaltsrecht nicht verlören, leide die Akzeptanz für den Schutz von Geflüchteten insgesamt – insbesondere, wenn ein anerkannter Flüchtling später schwerste Straftaten wie einen Mord oder einen Terroranschlag begehe.
Grote sagte, Ähnliches gelte auch für ukrainische Geflüchtete. Er sei sehr dafür, dass der in einigen Monaten auslaufende Schutzstatus auf europäischer Ebene verlängert werde, aber müsse das wirklich auch für Straftäter oder zum Beispiel Rechtsextremisten gelten? Wenn man schon über den Schutzstatus für wehrfähige ukrainische Männer diskutiere, dann solle man erst recht über den Schutzstatus für ukrainische Straftäter oder Extremisten sprechen.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Bundespolizei (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Hamburgs Innensenator Andy Grote will die Hürden für die Abschiebung straffälliger Flüchtlinge senken.
- Er möchte auch ukrainische Flüchtlinge und Extremisten in diese Regelung einbeziehen.
- Die Akzeptanz für den Schutz von Geflüchteten leide, wenn straffällige Personen bleiben könnten.
Warum ist das wichtig?
- Senkung der Hürden für Abschiebungen straffälliger Flüchtlinge fördert Sicherheit der Bevölkerung.
- Förderung der Akzeptanz für den Schutz von Geflüchteten durch klare rechtliche Rahmenbedingungen.
- Diskussion über den Schutzstatus für straffällige Ukrainer erhöht Transparenz und Gerechtigkeit im Asylsystem.
Wer ist betroffen?
- straffällige Flüchtlinge
- ukrainische Flüchtlinge
- Extremisten
Zahlen/Fakten?
- Andy Grote will Hürden für Abschiebung straffälliger Flüchtlinge senken
- Rückführungen sollen auch für Syrien und Afghanistan intensiviert werden
- Aktuell müssen zwingende Gründe der nationalen Sicherheit für Ausweisung vorliegen
Wie geht’s weiter?
- Hürden für Abschiebungen straffälliger Flüchtlinge senken
- Rückführung auch für ukrainische Flüchtlinge und Extremisten berücksichtigen
- Sicherheitsinteresse der Bevölkerung höher gewichten
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