Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Abschiebungen aus Deutschland: Politische Maßnahme in der Kritik
Berlin () – Die Bundespolizei hat am Mittwoch nahezu parallel zwei Personen nach Syrien und Afghanistan abgeschoben. Das berichtet die „Bild“ (Donnerstagausgabe) unter Berufung auf eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums.
Demnach wurde die eine Person von München, die andere von Frankfurt am Main ausgeflogen. Die Asylbewerber waren wegen schwerer Gewalt- und Sexualdelikte verurteilt worden. Auf den Flügen wurden beide Personen von Spezialkräften begleitet.
„Es geht um Konsequenz und Klarheit gegenüber Straftätern“, sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) der Zeitung. „Abschiebungen nach Syrien und Afghanistan werden verstetigt. Wer schwere Straftaten begeht, muss Deutschland verlassen.“
Abschiebungen nach Syrien und Afghanistan sind rechtlich umstritten. Der wissenschaftliche Dienst des Bundestages etwa kam im März 2024 zu dem Fazit, dass „aufgrund der desolaten Sicherheitslage und der vielerorts prekären humanitären Lage in Syrien und Afghanistan“ Artikel 3 der Europäischen Menschenrechtskonvention, also das Verbot der Folter, „etwaigen Abschiebungen in diese Staaten regelmäßig entgegenstehen“ werde. Dies lege auch die Spruchpraxis des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte betreffend den Fall „Syrien“ nahe.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Flagge von Syrien (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Bundespolizei hat zwei Personen nach Syrien und Afghanistan abgeschoben.
- Die abgeschobenen Asylbewerber waren wegen schwerer Gewalt- und Sexualdelikte verurteilt.
- Abschiebungen nach diesen Ländern werden von Bundesinnenminister Dobrindt verstetigt.
Warum ist das wichtig?
- Abschiebungen sollen Konsequenz und Klarheit gegenüber Straftätern zeigen.
- Umgang mit schwer verurteilten Asylbewerbern ist rechtlich umstritten.
- Sicherheits- und humanitäre Lage in Syrien und Afghanistan stellt Risiken dar.
Wer ist betroffen?
- Asylbewerber mit Verurteilungen wegen schwerer Gewalt- und Sexualdelikte
- Personen, die aus München und Frankfurt am Main abgeschoben wurden
- Bundespolizei und Spezialkräfte, die die Abschiebungen begleiteten
Zahlen/Fakten?
- Zwei Personen wurden nach Syrien und Afghanistan abgeschoben.
- Abschiebungen nach Syrien und Afghanistan werden verstetigt.
- Beide Personen waren wegen schwerer Gewalt- und Sexualdelikte verurteilt.
Wie geht’s weiter?
- Weitere Abschiebungen nach Syrien und Afghanistan sind geplant.
- Einschaltung von Spezialkräften bei den Abschiebungen.
- Fortsetzung der rechtlichen Überprüfung der Abschiebungen aufgrund der Sicherheitslage.
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