Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gesellschaft: Ältere und Verteidigungsfähigkeit in Berlin
Berlin () – Grünen-Chefin Franziska Brantner hat zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeit ein Register vorgeschlagen, in dem ältere Menschen eintragen können, welche Fähigkeiten sie im Spannungsfall einbringen könnten. „Wir sollten frühzeitig ein Freiwilligen-Register aufbauen“, sagte Brantner den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochsausgaben). „Darauf können wir dann im Ernstfall zurückgreifen.“
Wenn es zum Verteidigungsfall kommen sollte, müsse man wissen, wer von den Jüngeren Wehrdienst leisten kann, sagte die Grünen-Politikerin. „Aber wir werden auch Menschen brauchen, die Drohnen programmieren und steuern, die Logistik verstehen, die Essen für mehr als 1.000 Menschen kochen können.“ Diese Fähigkeiten seien wichtig und nicht ans Alter gebunden. An diesen Stellen können sich nach Brantners Vorschlag auch ältere Menschen einbringen: „Wir sollten die Möglichkeit schaffen, dass Ältere sich freiwillig melden können und sagen: das sind meine Fähigkeiten und ich bin bereit, sie einzusetzen.“
Brantner setzte den Vorschlag auch in den Kontext der Debatte um Generationengerechtigkeit. „Alle Generationen müssen ihren fairen Anteil leisten“, sagte sie den Funke-Zeitungen. „Wir brauchen einen neuen Generationenvertrag.“
Die aktuelle Bundesregierung macht ihrer Ansicht nach „auf allen Feldern Politik zulasten der Jungen“. „Deswegen kann ich deren Wut gut nachvollziehen“, sagte Brantner. „Offenbar denkt die Koalition: die wählen uns sowieso nicht, dann machen wir auch nichts für die.“
Als Beispiel nannte sie die Rente. Es sei richtig, dass Altersarmut nach einem harten Arbeitsleben verhindert werden müsse. „Aber es ist auch klar, dass das nicht zulasten der nächsten Generationen geschehen darf“, sagte die Grünen-Vorsitzende. „Auf Dauer können wir die Rente nicht nur über abhängig Beschäftigte finanzieren.“ Die Grünen plädieren deshalb für eine ergänzende kapitalgedeckte Komponente, den Bürgerfonds. „In einer Gesellschaft, in der die Jungen immer weniger werden, müssen wir sicherstellen, dass ihre Interessen nicht untergehen“, fordert Brantner.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Franziska Brantner (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Franziska Brantner schlägt ein Freiwilligen-Register für ältere Menschen vor, um Fähigkeiten im Verteidigungsfall zu erfassen.
- Sie betont die Notwendigkeit von Fähigkeiten, die nicht an das Alter gebunden sind, wie das Programmieren von Drohnen und Logistik.
- Brantner sieht einen neuen Generationenvertrag als notwendig an und kritisiert, dass die aktuelle Politik zulasten der Jungen geht.
Warum ist das wichtig?
- Stärkung der Verteidigungsfähigkeit durch Einbindung älterer Menschen
- Nutzung von Fähigkeiten wie Drohnensteuerung und Logistik
- Sicherstellung der Generationengerechtigkeit und Interessen der jüngeren Generation
Wer ist betroffen?
- Ältere Menschen
- Jüngere Menschen
- Generationen insgesamt
Zahlen/Fakten?
- Vorschlag für ein Freiwilligen-Register für ältere Menschen zur Einbringung von Fähigkeiten im Spannungsfall
- Wichtigkeit von Fähigkeiten wie Drohnenprogrammierung und Logistik, unabhängig vom Alter
- Forderung nach einem neuen Generationenvertrag zur Fairness zwischen den Generationen
Wie geht’s weiter?
- Aufbau eines Freiwilligen-Registers für ältere Menschen mit Fähigkeiten im Spannungsfall
- Förderung eines neuen Generationenvertrags zur Sicherstellung der Interessen aller Generationen
- Plädoyer für eine ergänzende kapitalgedeckte Rentenkomponente, den Bürgerfonds
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