Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Sicherheitspolitik und Diplomatie in Europa
Helsinki () – Finnlands früherer Präsident Sauli Niinistö glaubt, dass Russlands Präsident Wladimir Putin zu Verhandlungen mit den Europäern bereit ist. Das sagte er dem „Stern“.
Putins Botschaft laute: „Ich bin bereit zu reden, aber denkt nicht, dass ich schwach bin.“ Zugleich müsse man Putins Worte und Handlungen zusammenzählen, so Niinistö mit Blick auf die schweren Angriffe auf die Ukraine in den vergangenen Tagen und den Test der neuen Langstreckenrakete Sarmat. „Er hat vielleicht etwas im Kopf, das sich mit dem Krieg und dem Frieden in der Ukraine befasst, aber zugleich will er seine Macht unter Beweis stellen.“
Niinistö, der Putin in seiner Amtszeit Dutzende Male persönlich getroffen hat, forderte Verhandlungen mit Moskau über die zukünftige europäische Sicherheitsarchitektur. „Das ist ein Thema, das deutlich über den Ukraine-Krieg hinausgeht, und Europa sollte da unbedingt beteiligt sein“, sagte er. Zweites wichtiges Thema der Verhandlungen müssten Gespräche über die hybride Kriegsführung sein. Niinistö sieht darin ein ähnliches Gefahrenpotenzial wie in der atomaren Aufrüstung nach dem Zweiten Weltkrieg. Um eine Eskalation zu verhindern, müsse mit Moskau dringend über ähnliche Abkommen bezüglich der Begrenzung hybrider Kriegsführung verhandelt werden. „Wir müssen mit Russland dort hinkommen, wo die beiden Supermächte ab den 50er-Jahren mit den Atomwaffen gekommen sind“, so Niinistö.
Experten bringen den Finnen immer wieder als europäischen Vermittler für Verhandlungen mit Moskau ins Spiel. Eine solche Rolle schließt Niinistö auch ausdrücklich nicht aus.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Wladimir Putin (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Finnlands ehemaliger Präsident Sauli Niinistö sieht Russland bereit für Verhandlungen.
- Niinistö fordert Gespräche über europäische Sicherheitsarchitektur und hybride Kriegsführung.
- Er betont die Notwendigkeit, Eskalationen zu verhindern und eine ähnliche Vereinbarung wie zur Atomwaffenbegrenzung zu erreichen.
Warum ist das wichtig?
- Verhandlungen mit Russland sind entscheidend für die europäische Sicherheitsarchitektur.
- Gespräche über hybride Kriegsführung sind notwendig, um Eskalationen zu verhindern.
- Finnland könnte als europäischer Vermittler fungieren und Stabilität fördern.
Wer ist betroffen?
- Wladimir Putin
- Sauli Niinistö
- Europa
Zahlen/Fakten?
- Finnlands früherer Präsident Sauli Niinistö glaubt, dass Wladimir Putin bereit ist, zu verhandeln.
- Niinistö fordert Verhandlungen über europäische Sicherheitsarchitektur und hybride Kriegsführung.
- Er sieht das Gefahrenpotenzial hybrider Kriegsführung ähnlich der atomaren Aufrüstung nach dem Zweiten Weltkrieg.
Wie geht’s weiter?
- Verhandlungen mit Moskau über europäische Sicherheitsarchitektur anstoßen
- Gespräche zur Begrenzung hybrider Kriegsführung initiieren
- Finnland als Vermittler für Verhandlungen in Betracht ziehen
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