EU-Kommissar rechnet wegen Iran nicht mit neuer Flüchtlingswelle

5. März 2026
1 min Lesezeit

EU-Kommissar rechnet wegen Iran nicht mit neuer Flüchtlingswelle

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Flüchtlingspolitik der EU in Brüssel

Brüssel () – Die EU-Kommission widerspricht Befürchtungen, dass die Eskalation im Iran-Krieg schon bald zu einer neuen Flüchtlingswelle in Richtung Europa führt.

Der „Bild“ (Donnerstagsausgabe) sagte der für Migration zuständige EU-Kommissar Magnus Brunner mit Blick auf seine jüngsten Gespräche mit Ankara: „Ich hatte am Montag die Möglichkeit eines Telefongesprächs mit Hakan Fidan, dem Außenminister der Türkei. Der hat versichert, dass er die Grenzen zugemacht hat in Richtung Iran. Und dass er auf der anderen Seite auch dazu steht, dass wir eine gute Kooperation haben zwischen der Europäischen Union und der Türkei.“ Beide Seiten seien interessiert, diese Kooperation beizubehalten und sogar noch zu „intensivieren“.

Mit Blick auf seine Reise in den Senegal, wo Brunner am Dienstag einen neuen Asyl-Pakt geschlossen und EU-finanzierte Boote und Schiffe der Küstenwache in Dakar übergeben hat, sagte der Österreicher der „Bild“: „Senegal ist ein sehr wichtiger Partner in der Region in Westafrika. Unsere Kooperation mit Senegal funktioniert sehr, sehr gut. Wir sehen das an den Zahlen: Die illegale Migration – also die Menschen, die mit Schlepperbooten aus Senegal in Richtung Europa kommen – geht zurück. Um weit über 60 Prozent, das ist ein gutes Signal.“ Er habe mit Bassirou Diomaye Faye, dem Präsidenten Senegals, u.a. weitere Anstrengungen im Kampf gegen den internationalen Drogenhandel vereinbart.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Flüchtlinge auf der Balkanroute vor einem Grenzzaun (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • EU-Kommission widerspricht Befürchtungen einer neuen Flüchtlingswelle aus Iran.
  • Außenminister der Türkei, Hakan Fidan, bestätigt geschlossene Grenzen Richtung Iran.
  • EU schließt neuen Asyl-Pakt mit Senegal und plant intensivere Kooperation.

Warum ist das wichtig?

  • Verhindert potenzielle Flüchtlingswellen aus dem Iran durch enge Zusammenarbeit mit der Türkei
  • Rückgang illegaler Migration aus Senegal um über 60 Prozent zeigt erfolgreiche Kooperation
  • Stärkung von Partnerschaften in Schlüsselregionen zur Bekämpfung von Migration und Drogenhandel

Wer ist betroffen?

  • Flüchtlinge auf der Balkanroute
  • Migranten aus Senegal
  • Menschen, die mit Schlepperbooten aus Senegal Richtung Europa kommen

Zahlen/Fakten?

  • 60 Prozent Rückgang illegaler Migration aus Senegal in Richtung Europa
  • Kooperation zwischen EU und Türkei soll intensiviert werden
  • Grenzen der Türkei Richtung Iran sind geschlossen

Wie geht’s weiter?

  • Fortsetzung der Kooperation zwischen EU und Türkei zur Grenzkontrolle
  • Intensivierung der Zusammenarbeit mit Senegal zur Bekämpfung illegaler Migration
  • Vereinbarungen zur weiteren Zusammenarbeit im Kampf gegen internationalen Drogenhandel
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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