Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Integrationsdebatte in der deutschen Politik
Berlin () – Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) erachtet die Integration syrischer Flüchtlinge als wichtiges Kriterium bei der Frage, wer möglicherweise aus Deutschland abgeschoben werden soll.
„Wer sich integriert und arbeitet, hat eine Bleibeperspektive“, sagte der CSU-Politiker dem „Spiegel“. „Wer sich nicht integriert, wer nicht arbeitet, hat die Perspektive, nach Syrien zurückzukehren.“ Wie viele Syrer mit Abschiebung rechnen müssen, wollte Dobrindt nicht beziffern. „Das ist offen“, sagte er. „Die Syrer haben es in der Hand, ob ihre Integration und ihre Teilhabe in der Arbeitswelt gelingen.“
Erkundungsreisen in das nach mehr als zehn Jahren Bürgerkrieg in Teilen zerstörte Land will Dobrindt nicht zulassen. Die Menschen hätten Verwandte, Bekannte und Freunde in Syrien und könnten sich mit Smartphones jederzeit über die Lage in ihrer Heimat informieren. „Bei allem anderen ist doch der Missbrauch programmiert“, warnte Dobrindt. Für ihn gelte die Logik: „Wer in seine Heimat fliegt, dem droht dort offenbar keine Gefahr. Damit verliert er auch seinen Schutzstatus.“
Während mit Syrien die Verhandlungen über Rückführungen von Staatsangehörigen noch laufen, stellte Dobrindt regelmäßige Abschiebeflüge nach Afghanistan in Aussicht. Bisher habe man mit Charterflügen Rückführungen nach Afghanistan vorgenommen, Katar habe dabei unterstützt. Er strebe an, mit den afghanischen Verantwortlichen der De-facto-Regierung der Taliban Rückführungen künftig selbst zu ermöglichen, „und zwar mit regelmäßigen Linienflügen“. Das „werden wir bald erreichen“, kündigte Dobrindt an.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Alexander Dobrindt am 13.11.2025 |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Alexander Dobrindt erachtet Integration syrischer Flüchtlinge als entscheidend für deren Bleiberecht in Deutschland.
- Er plant regelmäßige Abschiebeflüge nach Afghanistan und möchte mit der Taliban-Regierung zusammenarbeiten.
- Er warnt vor Missbrauch von Erkundungsreisen in Syrien und erklärt, dass Rückkehrer ihren Schutzstatus verlieren könnten.
Warum ist das wichtig?
- Integration syrischer Flüchtlinge entscheidet über Bleibeperspektive
- Ablehnung von Erkundungsreisen nach Syrien zur Vermeidung von Missbrauch
- Ziel von regelmäßigen Abschiebeflügen nach Afghanistan
Wer ist betroffen?
- syrische Flüchtlinge
- afghanische Staatsangehörige
- Personen ohne Integrations- und Arbeitsaufnahme
Zahlen/Fakten?
- Integration syrischer Flüchtlinge ist wichtig für Bleibeperspektive
- Dobrindt will keine Erkundungsreisen nach Syrien zulassen
- Regelmäßige Abschiebeflüge nach Afghanistan sind angestrebt
Wie geht’s weiter?
- Integration syrischer Flüchtlinge entscheidend für Bleibeperspektive
- Regelmäßige Abschiebeflüge nach Afghanistan anstreben
- Rückführungen nach Syrien weiterhin offen
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