Dobrindt erwartet "in naher Zukunft" Besuch von Syriens Machthaber

5. März 2026
1 min Lesezeit

Dobrindt erwartet "in naher Zukunft" Besuch von Syriens Machthaber

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Politik München: Rückführungen nach Syrien im Fokus

() – Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) erwartet einen zeitnahen Besuch des syrischen Präsidenten Ahmed al-Scharaa in . „Ich gehe davon aus, dass der Besuch in naher Zukunft nachgeholt wird“, sagte Dobrindt am Rande einer Veranstaltung in München dem Nachrichtenmagazin Focus. Ursprünglich war ein Treffen zwischen al-Scharaa und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bereits im Januar geplant. Im Mittelpunkt der Gespräche sollten insbesondere Rückführungen nach stehen.

Trotz der Bitte der syrischen Regierung um Geduld bei den Abschiebungen nach Syrien, hält Dobrindt an Rückführungen in das einstige Bürgerkriegsland fest. „Wir sind mit den Syrern in einer engen Abstimmung“, sagte der CSU-Politiker. Es gebe enge Kontakte sowohl auf technischer als auch auf politischer Ebene. „Von daher wird alles vernünftig abgesprochen. Ich sehe keinen Widerspruch“, so Dobrindt weiter.

Der Bundesinnenminister sicherte auch Unterstützung für abgeschobene Syrer zu. Er sagte, dass bei Rückführungen auch Perspektiven für betroffene Personen mitgedacht würden. „Dazu gehören natürlich Perspektiven, die für Personen auch in Syrien entstehen, zum Beispiel in der Frage: Was ist mit der Unterbringung?“ Dobrindt sprach von „Paketen“ der Unterstützung für abgeschobene Syrer. Auch sieht der CSU-Politiker „Erfolge“ bei der freiwilligen Rückkehr. Seit Januar 2025 können Syrer mit staatlicher Hilfe dauerhaft in ihre Heimat zurückkehren. Laut Bundesamt für Migration und Flüchtlinge sind auf diesem Weg 3700 Syrer auf diesem Weg im Jahr 2025 zurückgekehrt.

Erst Anfang Februar hatte sich das syrische Außenministerium gegen Abschiebungen in größerem Umfang nach Syrien ausgesprochen. „Wir bitten darum, die syrischen Flüchtlinge zu verstehen und uns noch mehr Zeit zu geben für den Wiederaufbau“, sagte der Direktor für konsularische Angelegenheiten im syrischen Außenministerium, Mohammed Yaqub al-Omar, damals dem Focus.

Der Regierungsvertreter warnte vor den möglichen Folgen, sollte Deutschland schon bald größere Gruppen nach Syrien abschieben. „Die Rückkehr tausender Syrer nach Syrien zum jetzigen Zeitpunkt könnte die humanitäre Krise verschärfen und bedeuten, dass viele Menschen in Flüchtlingslagern leben müssen“, sagte al-Omar. Wegen zerstörter Wohnungen, Schulen, Straßen und mangelnder Stromversorgung seien viele Menschen innerhalb Syriens geflohen. Allein im Norden des Landes lebten seiner Aussage nach derzeit 1,5 Millionen Menschen in Zeltlagern.

Union und SPD hatten sich im Koalitionsvertrag darauf geeinigt, wieder nach Syrien abzuschieben – beginnend mit Straftätern und Gefährdern. Im Dezember 2025 wurde erstmals wieder ein Syrer in Begleitung der Bundespolizei per Linienflug nach Damaskus gebracht. Seitdem fanden weitere Abschiebungen statt.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Alexander Dobrindt (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Bundesinnenminister Dobrindt erwartet zeitnahen Besuch des syrischen Präsidenten al-Scharaa in Berlin.
  • Dobrindt bekräftigt die Rückführungen nach Syrien trotz Bitten der syrischen Regierung um Geduld.
  • Seit Januar 2025 können Syrer mit staatlicher Hilfe dauerhaft in ihre Heimat zurückkehren; 3700 Syrer sind bereits zurückgekehrt.

Warum ist das wichtig?

  • Rückführungen nach Syrien sind ein zentrales Thema der deutschen Innenpolitik.
  • Unterstützung für abgeschobene Syrer wird zugesichert, um deren Integration zu fördern.
  • Die Diskussion um Abschiebungen birgt humanitäre Risiken und mögliche Verschärfung der Lage vor Ort.

Wer ist betroffen?

  • syrische Flüchtlinge
  • abgeschobene Syrer
  • Personen in Syrien

Zahlen/Fakten?

  • 3700 Syrer kehrten 2025 mit staatlicher Hilfe nach Syrien zurück
  • 1,5 Millionen Menschen lebten im Norden Syriens in Zeltlagern
  • Rückführungen nach Syrien wurden ab Dezember 2025 wieder aufgenommen

Wie geht’s weiter?

  • Besuch des syrischen Präsidenten Ahmed al-Scharaa in Berlin wird erwartet.
  • Rückführungen nach Syrien sollen fortgesetzt werden, mit Unterstützung für abgeschobene Syrer.
  • Enge Abstimmung zwischen Deutschland und Syrien hinsichtlich der Rückführungen.
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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