Über 10.000 Syrer aus Deutschland zurückgekehrt

5. Juni 2026
1 min Lesezeit

Über 10.000 Syrer aus Deutschland zurückgekehrt

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Rückkehr von Syrern nach Deutschland

Berlin () – Seit dem Ende des Bürgerkriegs in Syrien am 9. Dezember 2024 sind mindestens 10.009 Syrer aus in ihre Heimat zurückgekehrt. Das geht aus einer Umfrage des Nachrichtenmagazins „Focus“ bei den 16 Bundesländern hervor.

Demnach reisten mit 2.761 Personen die meisten Syrer aus aus. Die wenigsten kehrten hingegen aus Hamburg in ihre Heimat zurück: 52. Bislang ging man von deutlich niedrigeren Gesamtzahlen aus. Laut Angaben des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf) aus dem Februar 2026 waren im vergangenen Jahr insgesamt lediglich 3.678 Syrer zurückgekehrt.

Im weltweiten Vergleich reisen allerdings nur wenige Syrer aus Deutschland wieder in ihre Heimat. Laut UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR sind seit Kriegsende insgesamt 1,63 Millionen syrische Flüchtlinge zurückgekehrt – vorrangig aus der Türkei, dem Libanon und .

Trotz der zunehmenden Ausreisen ist der deutsche Pass für viele Syrer beliebter als die freiwillige Heimkehr. In etwa ließen sich im vergangenen Jahr 18.567 Syrer einbürgern. Im gleichen Zeitraum verließen NRW nur 837 syrische Flüchtlinge. In wurden 2025 1.224 Syrer eingebürgert, während 109 syrische Flüchtlinge im gleichen Zeitraum Deutschland wieder verließen. In den übrigen Bundesländern sieht die Sachlage ähnlich aus.

Syrer führen bereits seit Jahren die Einbürgerungsstatistik in Deutschland an. Von den 332.500 Ausländern, die sich 2025 einbürgern ließen, waren 20 Prozent (65.574 Personen) Syrer.

Die Bundesregierung will indes mehr Syrer zur freiwilligen Rückkehr bewegen. Laut „Focus“-Informationen prüft das Bundesinnenministerium derzeit offenbar eine Rückkehrprämie in Höhe von 8.000 Euro. Bislang erhalten Syrer im Schnitt 1.000 Euro für die freiwillige Ausreise. Viele Unionspolitiker befürworten stärkere Anreize. Unionsfraktionsvize Günter Krings sagte, die freiwillige Rückkehr sei für alle Seiten die beste und auch günstigste Lösung. Insofern sei es richtig, dass man über höhere Rückkehrförderungen nachdenke.

Mit dem Sturz des langjährigen Diktators Baschar al-Assad im Dezember 2024 ist der syrische Bürgerkrieg beendet. Dessen Nachfolger, Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa, besuchte Ende März 2026 Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in Berlin. Dabei stellte Merz die Rückkehr von 80 Prozent der syrischen Flüchtlinge in den kommenden drei Jahren in Aussicht.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Syrer in Deutschland feiern den Sturz von Assad in Syrien (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Seit dem Ende des Bürgerkriegs in Syrien am 9. Dezember 2024 sind mindestens 10.009 Syrer aus Deutschland zurückgekehrt.
  • Die meisten Rückkehrer kamen aus Bayern (2.761), die wenigsten aus Hamburg (52).
  • Die Bundesregierung plant eine Rückkehrprämie von 8.000 Euro, um mehr Syrer zur Heimkehr zu bewegen.

Warum ist das wichtig?

  • Rückkehr syrischer Flüchtlinge zeigt mögliche Stabilität und Normalisierung in Syrien.
  • Hohe Einbürgerungszahlen deuten auf Integration der Syrer in Deutschland hin.
  • Rückkehrprämie könnte Anreiz für freiwillige Rückkehr schaffen.

Wer ist betroffen?

  • Syrer in Deutschland
  • Deutsche Bundesregierung
  • Unionspolitiker

Zahlen/Fakten?

  • 10.009 Syrer sind seit dem Ende des Bürgerkriegs am 9. Dezember 2024 aus Deutschland zurückgekehrt.
  • 2.761 Syrer reisten aus Bayern aus, 52 aus Hamburg.
  • 20 Prozent der 332.500 Einbürgerungen in Deutschland 2025 waren Syrer (65.574 Personen).

Wie geht’s weiter?

  • Rückkehrprämie von 8.000 Euro wird geprüft.
  • Ziel: Rückkehr von 80 % der syrischen Flüchtlinge in den nächsten drei Jahren.
  • Einbürgerungsprozess für Syrer bleibt attraktiv.
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