Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Militärische Kooperation: Deutschland und Frankreich scheitern
Berlin () – Das deutsch-französische Vorhaben, gemeinsam mit Spanien einen Kampfjet der sechsten Generation zu entwickeln, ist endgültig gescheitert. Das berichtet das „Handelsblatt“ unter Berufung auf „Regierungskreise“.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) habe dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron erläutert, dass der Bau eines gemeinsamen Flugzeugs nicht fortgesetzt werde. Damit endet eine jahrelange Hängepartie.
Der bemannte Jet sollte den Kern des zukünftigen Luftkampfsystems FCAS bilden. Ein digitales Nervensystem, das ebenfalls Teil von FCAS ist und die Flugzeuge mit Drohnen und Satelliten verbinden soll, wollen die beiden Länder dagegen weiter gemeinsam entwickeln. Die konkrete Aufgabenverteilung für das sogenannte System der Systeme soll beim nächsten deutsch-französischen Ministerrat, voraussichtlich am 17. Juli, besprochen werden.
Der Grund für das Scheitern des deutsch-französischen Kampffliegers sei, dass die beteiligten Unternehmen – auf deutscher Seite Airbus, auf französischer Seite Dassault – trotz starker politischer Bemühungen nicht zusammenkommen konnten, sagte ein deutscher Spitzenbeamter laut „Handelsblatt“. Dassault hatte bis zuletzt eine Führungsrolle bei dem Projekt beansprucht. Airbus aber wollte sich nicht mit der Position eines Juniorpartners abfinden.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Diesen Kampfjet gibt es schon (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Das deutsch-französische Vorhaben zur Entwicklung eines gemeinsamen Kampfjets ist gescheitert.
- Bundeskanzler Friedrich Merz hat dies dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron mitgeteilt.
- Trotz des Scheiterns wird die Entwicklung eines digitalen Nervensystems für das Luftkampfsystem FCAS fortgesetzt.
Warum ist das wichtig?
- Scheitern des deutsch-französischen Kampfjetprojekts zeigt Schwierigkeiten in europäischer Rüstungskooperation.
- Notwendigkeit einer klaren Aufgabenverteilung und Zusammenarbeit für zukünftige Luftkampfsysteme.
- Politischer Wille allein genügt nicht, um industrielle Partnerschaften erfolgreich umzusetzen.
Wer ist betroffen?
- Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU)
- französischer Präsident Emmanuel Macron
- Unternehmen Airbus und Dassault
Zahlen/Fakten?
- Gemeinsame Entwicklung eines Kampfjets der sechsten Generation gescheitert
- Bundeskanzler Merz informiert Emmanuel Macron über Projektende
- Künftige Aufgabenverteilung beim System der Systeme am 17. Juli besprochen
Wie geht’s weiter?
- Diskussion über die Aufgabenverteilung beim nächsten deutsch-französischen Ministerrat am 17. Juli
- Weiterentwicklung des digitalen Nervensystems für FCAS
- Keine Angabe
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