Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Militärische Ausbildung in Deutschland und Ukraine
Berlin () – Nach ersten Lehrgängen will die Bundeswehr den Einsatz ukrainischer Ausbilder in Deutschland ausweiten.
„Wir haben Ukrainer bisher an der Panzertruppenschule, am dortigen Ausbildungs- und Übungsstützpunkt Unbemannte Systeme sowie an der Pionierschule. In diesen Tagen kommen sie an die Artillerieschule, und das wollen wir noch stärker in die Breite des Heeres tragen“, sagte der Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Christian Freuding, der „Welt am Sonntag“.
Demnach waren die ersten Ausbilder bereits vor Ostern an deutschen Truppenschulen im Einsatz. Dabei handelt es sich um Ukrainer mit Kampferfahrung. „Ich will ukrainische Soldaten mit praktischer Kriegserfahrung mit unseren Ausbildern zusammenbringen. Sie sollen gemeinsam im Gelände Taktiken ausprobieren, lehren und Kompetenzen vermitteln, möglichst nahe am tatsächlichen Kriegsbild“, sagte Freuding.
Der Heeresinspekteur kündigte an, die Strukturen der Bundeswehr stärker an die Realität moderner Kriegsführung mit unbemannten Systemen anpassen zu wollen. „Das bedeutet: Die Panzertruppe wird künftig mit unbemannten Systemen kämpfen – zu Lande und in der Luft. Ebenso die Panzergrenadiertruppe. Wir werden mit unbemannten Systemen unsere indirekte Wirkung, also die Artilleriefähigkeiten, verstärken. Wir werden sie mehr denn je in der Aufklärungstruppe einsetzen, zu logistischen Zwecken und um Verwundete zu bergen.“
Mit Blick auf die militärische Lage in der Ukraine, wo Russland in den vergangenen Monaten kaum Geländegewinne erzielen konnte, sieht Freuding den Kreml unter Druck: „Hinzu kommen jetzt operative und sogar taktische Rückschläge für die russischen Streitkräfte. Unsere ukrainischen Partner berichten von über 400 gefallenen beziehungsweise verwundeten russischen Soldaten pro Quadratkilometer Geländegewinn. Diese Entwicklung bedeutet für uns einen Zeitgewinn. Alles, was die russischen Streitkräfte derzeit bindet und abnutzt, bringt uns beim Aufbau unserer eigenen Abschreckungsfähigkeit in eine bessere Situation.“
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Bundeswehr-Soldaten (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Bundeswehr weitet Einsatz ukrainischer Ausbilder in Deutschland aus.
- Ukrainer mit Kampferfahrung unterrichten an verschiedenen Truppenschulen.
- General Freuding kündigt Anpassungen an moderne Kriegsführung mit unbemannten Systemen an.
Warum ist das wichtig?
- Verbesserung der Ausbildung deutscher Soldaten durch ukrainische Ausbilder mit Kampferfahrung
- Anpassung der Bundeswehr-Strukturen an moderne Kriegsführung mit unbemannten Systemen
- Stärkung der nationalen Abschreckungsfähigkeit durch effektive Unterstützung der Ukraine
Wer ist betroffen?
- Ukrainer mit Kampferfahrung
- Bundeswehr-Ausbilder
- Russische Streitkräfte
Zahlen/Fakten?
- Ukrainische Ausbilder an mehreren deutschen Truppenschulen im Einsatz
- Über 400 gefallene oder verwundete russische Soldaten pro Quadratkilometer Geländegewinn
Wie geht’s weiter?
- Ausweitung des Einsatzes ukrainischer Ausbilder in Deutschland
- Anpassung der Bundeswehrstrukturen an moderne Kriegsführung mit unbemannten Systemen
- Stärkung der Zusammenarbeit zwischen ukrainischen Soldaten und deutschen Ausbildern im Gelände
- Sieben Golfplätze in Bayern für Artenschutz ausgezeichnet - 17. April 2026
- Mann in Schiltberg mit Gartenspitzhacke attackiert - 17. April 2026
- Linke warnt vor AfD-Kulturpolitik als Angriff auf Demokratie - 17. April 2026
