Grüne erwägen Marktausschluss unsicherer Anbieter vernetzter Autos

20. Januar 2026
1 min Lesezeit

Grüne erwägen Marktausschluss unsicherer Anbieter vernetzter Autos

Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt

Sicherheitspolitik für vernetzte Fahrzeuge in Europa

() – Mit Blick auf die wachsenden Sicherheitsrisiken durch vernetzte Autos fordert der Grünen-Fraktionsvize und stellvertretende Vorsitzende des Parlamentarischen Kontrollgremiums, Konstantin von Notz, notfalls den Ausschluss nicht vertrauenswürdiger Anbieter vom europäischen Markt. Wenn Anbieter sicherheitspolitische Risiken bergen oder als nicht vertrauenswürdig gelten, „muss diesen selbstverständlich der Zugang zum deutschen und europäischen Markt verwehrt werden“, sagte von Notz dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe).

Anlass ist eine neue EU-Cybersicherheitsverordnung, die EU-Tech-Kommissarin Henna Virkkunen an diesem Dienstag vorstellen will. Sie soll den Mitgliedstaaten ermöglichen, „nicht vertrauenswürdige“ Technologieanbieter von Teilen des EU-Markts auszuschließen. Ein zentraler Anwendungsbereich sind vernetzte Fahrzeuge. Nach Einschätzung von EU-Diplomaten richtet sich der Vorstoß vor allem gegen chinesische Unternehmen.

Von Notz warnte vor der besonderen Sensibilität der in Autos anfallenden Daten. Schon Bewegungsprofile seien „hoch aussagekräftig und auch missbrauchsanfällig“. Die Begehrlichkeiten von Unternehmen wie auch staatlichen Akteuren, diese Daten auszuwerten, zu Profilen zusammenzuführen und zu monetarisieren, seien „extrem groß“.

Der Vorsitzende des Kontrollgremiums, Marc Henrichmann (CDU), verwies ebenfalls auf Risiken bei vernetzten Autos. Diese stünden zwar für technologischen Fortschritt, könnten bei mangelnder Absicherung aber zur „Hintertür für ausländische Geheimdienste“ werden, sagte er der Zeitung. Henrichmann warnte jedoch vor pauschalen Verboten und plädierte für klare Sicherheitsstandards, die Vertrauen schaffen, ohne Innovationen auszubremsen.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Konstantin von Notz (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Konstantin von Notz fordert Ausschluss nicht vertrauenswürdiger Anbieter vom europäischen Markt.
  • Neue EU-Cybersicherheitsverordnung soll Marktverbot für nicht vertrauenswürdige Technologieanbieter ermöglichen.
  • Datenschutzrisiken durch vernetzte Autos und Bewegungsprofile werden hervorgehoben.

Warum ist das wichtig?

  • Schutz der Nutzerdaten vor Missbrauch
  • Sicherstellung der Cybersicherheit im Automobilsektor
  • Verhinderung von potenziellen Sicherheitsrisiken durch nicht vertrauenswürdige Anbieter

Wer ist betroffen?

  • Verbraucher von vernetzten Autos
  • Anbieter von Technologie
  • EU-Technologieunternehmen, insbesondere chinesische Firmen

Zahlen/Fakten?

  • Neue EU-Cybersicherheitsverordnung wird vorgestellt, um "nicht vertrauenswürdige" Anbieter auszuschließen.
  • Warnung vor hoch aussagekräftigen Bewegungsprofilen in Autos.
  • Geplante Sicherheitsstandards sollen Innovationen nicht bremsen.

Wie geht’s weiter?

  • Ausschluss nicht vertrauenswürdiger Anbieter vom europäischen Markt
  • Vorstellung der neuen EU-Cybersicherheitsverordnung
  • Etablierung klarer Sicherheitsstandards für vernetzte Autos
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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