Bundestag beschließt Heizgesetz

10. Juli 2026
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Bundestag beschließt Heizgesetz

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Politik: Neues Heizgesetz im Bundestag beschlossen

() – Der Bundestag hat das umstrittene Heizgesetz beschlossen. Am Freitag erhielt die entsprechende Änderung des Gebäudeenergiegesetzes die nötige Mehrheit.

Der Kern des bestehenden „Heizungsgesetzes“, die 65-Prozent-Regelung, soll damit wegfallen. Diese Regelung sah vor, dass jede neu eingebaute Heizung mit 65 Prozent erneuerbaren Energien betrieben werden muss. Zukünftig sollen neue Gas- und Ölheizungen eingebaut werden können, sofern sie schrittweise einen zunehmenden Anteil CO2-neutraler Brennstoffe wie Biomethan nutzen. Eine Regelung, wonach ab 2045 Heizkessel nicht mehr mit fossilen Brennstoffen betrieben werden dürfen, soll entfallen. Umweltverbände sowie Linke und Grüne befürchteten Rückschritte beim Klimaschutz.

Für bestehende Heizungen soll ab 2028 eine „Grüngasquote“ eingeführt werden, die Versorger erfüllen müssen. Die konkreten Vorgaben sind jedoch noch offen. In einem bis zum 1. Dezember 2026 durch die Bundesregierung vorzulegenden Gesetz soll eine „Grüngas-/Grünheizölquote“ eingeführt werden. Dieses Gesetz werde die Inverkehrbringer von Gas, Öl und Flüssiggas verpflichten, die zur Wärmeversorgung von Gebäuden in Verkehr zu bringenden Brennstoffe ab dem Jahr 2045 vollständig auf klimaneutrale Brennstoffe umzustellen.

Die Opposition kritisierte, die Koalition ignoriere alle Warnungen, fossile Gasheizungen würden nicht aus dem Verkehr gezogen. Es gebe keinen Mieterschutz für Selbstständige und kleine Gewerbetreibende. Das Gesetz sei ein teures Paket für Mieter, heize die Klimakrise an und schaffe Unsicherheit für Handwerksbetriebe.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Gasheizung (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Bundestag hat das umstrittene Heizgesetz beschlossen.
  • 65-Prozent-Regelung für erneuerbare Energien in neuen Heizungen soll wegfallen.
  • Ab 2028 wird eine "Grüngasquote" für bestehende Heizungen eingeführt.

Warum ist das wichtig?

  • Abschaffung der 65-Prozent-Regelung kann den Einsatz fossiler Brennstoffe verlängern
  • Befürchtungen von Umweltverbänden und Opposition hinsichtlich Klimaschutz
  • Einführung der "Grüngasquote" könnte Auswirkungen auf die Wärmeversorgung haben

Wer ist betroffen?

  • Umweltverbände
  • Linke und Grüne
  • Mieter, Selbstständige und kleine Gewerbetreibende

Zahlen/Fakten?

  • 65-Prozent-Regelung für neue Heizungen entfällt
  • Einführung einer "Grüngasquote" für bestehende Heizungen ab 2028
  • Vollständige Umstellung auf klimaneutrale Brennstoffe ab 2045

Wie geht’s weiter?

  • Neue Gas- und Ölheizungen dürfen schrittweise einen höheren Anteil CO2-neutraler Brennstoffe nutzen.
  • Gesetz zur "Grüngas-/Grünheizölquote" soll bis zum 1. Dezember 2026 vorgelegt werden.
  • Ab 2045 müssen Geschäftsbetriebe klimaneutrale Brennstoffe für die Wärmeversorgung nutzen.
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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