Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Wirtschaft: Einstellung von Technologieförderung in Deutschland
Berlin () – Das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) beendet die Finanzierung für zwei Investitions- und Technologieförderungsbüros (ITPO). Die Büros in Bonn und Berlin waren 2016 auf Grundlage einer Vereinbarung mit der Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung (UNIDO) gegründet worden. Sie sollten Investoren und Unternehmen beim Technologietransfer in Entwicklungs- und Schwellenländer unterstützen.
In einem Schreiben des BMZ an die UNIDO, über das die „Welt“ berichtet, heißt es, die Finanzierung werde Ende 2026 enden. Das BMZ beende das Abkommen mit der UNIDO. Weiter heißt es: „Seien Sie versichert, dass die deutsche Regierung auch weiterhin mit der UNIDO bei anderen Projekten und Programmen zusammenarbeiten und diese unterstützen wird, sowohl durch Pflichtbeiträge und freiwillige Beiträge als auch auf politischer Ebene.“
Auf Anfrage bestätigt das BMZ den Schritt. Die Pressestelle des Ministeriums erklärte: „Die Information ist richtig. Nach zehnjähriger Förderung durch das BMZ endet das Projekt `ITPO-Deutschland` Ende 2026.“ Die Entscheidung sei „insbesondere vor dem Hintergrund immer knapper werdender Haushaltsmittel des BMZ“ getroffen worden. Die ITPO-Kosten betrugen 2024 1,7 Millionen Euro. 2025 betragen sie voraussichtlich 1,8 Millionen Euro.
International sorgt die Schließung bereits für Unmut. Die südafrikanische Lobbygruppe African Energy Chamber kritisierte: „Da Afrika bestrebt ist, seine Investitionen in den Bereichen Energie und Industrie auszuweiten, könnte die Schließung des UNIDO-ITPO in Deutschland die bewährte Verbindung zwischen Projekten und Kapital schwächen.“
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Entwicklungsministerium (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Bundesentwicklungsministerium beendet Finanzierung für ITPO-Büros in Bonn und Berlin.
- Finanzierung endet Ende 2026, Abkommen mit UNIDO wird beendet.
- Internationaler Unmut, insbesondere von der African Energy Chamber, über die Schließung.
Warum ist das wichtig?
- Beendigung der Finanzierung könnte negative Auswirkungen auf Technologietransfer in Entwicklungs- und Schwellenländer haben.
- Mangel an Haushaltsmitteln zwingt zur Entscheidung, was langfristige Entwicklungsprojekte gefährden könnte.
- Kritik aus internationaler Perspektive gefährdet Kooperation und Investitionsverbindungen, insbesondere in Afrika.
Wer ist betroffen?
- Bundesentwicklungsministerium (BMZ)
- UNIDO
- südafrikanische Lobbygruppe African Energy Chamber
Zahlen/Fakten?
- Finanzierung der ITPO endet Ende 2026
- Kosten für ITPO: 1,7 Millionen Euro (2024), 1,8 Millionen Euro (2025)
- ITPO wurde 2016 gegründet
Wie geht’s weiter?
- Finanzierung endet Ende 2026
- Deutschland arbeitet weiterhin mit UNIDO an anderen Projekten
- Haushaltsmittel des BMZ werden knapper
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