VdK pocht auf Einbeziehung von Beamten in gesetzliche Rente

21. Juli 2026
1 min Lesezeit

Gesellschaft: Reform der Beamtenrente in

Berlin () – Der Sozialverband VdK fordert in der Debatte um die Einbeziehung der Beamten in die gesetzliche Rentenversicherung (GRV) Nachbesserungen an den Empfehlungen der Alterssicherungskommission für das Reformvorhaben der Bundesregierung.

VdK-Präsidentin Verena Bentele sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe: „Die Einbeziehung von Beamtinnen und Beamten in die gesetzliche Rentenversicherung ist eine Frage der Gerechtigkeit. Wenn wir das Vertrauen in unser Rentensystem stärken wollen, müssen alle Erwerbstätigen ihren Beitrag zur solidarischen Rentenversicherung leisten.“

Laut Bentele sei es nicht mehr zeitgemäß, dass Beamte außerhalb dieses Systems abgesichert seien „und im Schnitt doppelt so hohe Versorgungsansprüche erhalten als die Mehrheit der Rentnerinnen und Rentner“. Auch finanziell spreche vieles für einen solchen Schritt. „Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sieht in der Einbeziehung von zukünftigen Beamtinnen und Beamten eine Entlastung der Rentenkasse bis weit in die 2070er-Jahre.“

Auch der Sozialverband Deutschland (SoVD) erneuert seine Forderung nach Einbeziehung der Beamten in die gesetzliche Rentenversicherung. Die SoVD-Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier kritisiert, dass die Alterssicherungskommission die Beamten in ihrem Beschluss unberücksichtigt gelassen habe.

Engelmeier sagte der Funke-Mediengruppe: „Das Rentensystem würde solidarischer werden, indem alle Erwerbstätigen einzahlen – also auch Selbstständige, Abgeordnete, Mitglieder berufsständischer Versorgungswerke sowie Beamtinnen und Beamte.“ Es gehe dabei nicht nur um die finanzielle, sondern insbesondere auch um die gesellschaftliche Tragfähigkeit der Rente.

Laut Engelmeier stärke es Akzeptanz, Gerechtigkeit und Solidarität, wenn alle in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Dazu komme die Möglichkeit, zielgenau im System umzuverteilen. Solange nicht alle in einem Alterssicherungssystem seien, sei es schwerer, beispielsweise von hohen zu niedrigen Ansprüchen umzuverteilen, weil niedrige Renten aktuell nicht zwangsläufig mit niedrigen Einkommen einhergingen.

Eine Bürgerversicherung für alle sei darum seit Jahrzehnten eine zentrale Forderung des SoVD, sagte Engelmeier den Funke-Zeitungen. „Es wäre daher auch ein starkes Signal der Rentenkommission gewesen, zu empfehlen, die gesetzliche Rente einer Erwerbstätigenversicherung weiterzuentwickeln und eben auch Beamtinnen und Beamte einzubeziehen.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

VdK pocht auf Einbeziehung von Beamten in gesetzliche Rente

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Was ist passiert?

  • Der Sozialverband VdK fordert Nachbesserungen bei den Plänen der Bundesregierung zur Einbeziehung von Beamten in die gesetzliche Rentenversicherung
  • VdK-Präsidentin Verena Bentele begründet dies mit mehr Gerechtigkeit und verweist auf höhere Versorgungsansprüche von Beamten sowie mögliche Entlastung der Rentenkasse bis in die 2070er-Jahre
  • Auch der SoVD erneuert die Forderung, kritisiert das Vorgehen der Alterssicherungskommission und fordert eine Bürgerversicherung für alle, um Solidarität und Umverteilung im Rentensystem zu verbessern

Warum ist das wichtig?

  • Stärkt Gerechtigkeit und Solidarität, weil auch Beamtinnen und Beamte künftig in die solidarische Rentenversicherung einzahlen statt außerhalb abgesichert zu sein
  • Verbessert Akzeptanz des Rentensystems, da Beamte derzeit im Schnitt höhere Versorgungsansprüche hätten als viele Rentnerinnen und Rentner
  • Kann die Rentenkasse finanziell entlasten und die gesellschaftliche Tragfähigkeit der Rente bis weit in die 2070er-Jahre unterstützen

Wer ist betroffen?

  • Beamtinnen und Beamte
  • Selbstständige
  • Abgeordnete und Mitglieder berufsständischer Versorgungswerke

Zahlen/Fakten?

  • VdK-Präsidentin Verena Bentele: Beamte erhalten im Schnitt doppelt so hohe Versorgungsansprüche wie die Mehrheit der Rentnerinnen und Rentner
  • Sachverständigenrat erwartet Entlastung der Rentenkasse durch Einbeziehung zukünftiger Beamter bis weit in die 2070er-Jahre
  • SoVD-Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier: Bürgerversicherung für alle ist seit Jahrzehnten eine zentrale Forderung

Wie geht’s weiter?

  • VdK und SoVD fordern Nachbesserungen beim Reformvorhaben, damit auch Beamtinnen und Beamte in die gesetzliche Rentenversicherung einbezogen werden
  • Beide Verbände argumentieren mit mehr Gerechtigkeit und Solidarität sowie einer finanziellen Entlastung der Rentenkasse
  • Es soll ein stärkeres Signal Richtung Bürgerversicherung bzw. Weiterentwicklung zu einer Erwerbstätigenversicherung geben, die alle einbezieht
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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