Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Politik in Berlin: Sicherheitsgarantien für die Ukraine
Berlin () – Grünen-Chefin Franziska Brantner hat die Ankündigung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) scharf kritisiert, die Bundeswehr nicht direkt in der Ukraine am geplanten Schutz durch europäische Truppen zu beteiligen.
„Wir dürfen uns in Europa nicht wegducken, falls es doch zu einem Waffenstillstand oder Friedensschluss kommt, der international abgesichert werden muss“, sagte Brantner der „Rheinischen Post“ (Donnerstagsausgabe). „Sollte sich die Notwendigkeit ergeben, einen Frieden in der Ukraine gemeinsam mit unseren europäischen Partnern zu schützen, kann und darf sich Deutschland dieser Solidarität nicht verweigern“, so die Grünen-Politikerin. „Die Sicherheitsgarantien müssen so robust ausgestaltet sein, dass die Ukraine ohne permanente Angst vor neuen russischen Angriffen in die Zukunft blicken kann. Alles andere wäre kein Frieden, sondern nur eine Kriegs-Pause auf Zeit“, sagte sie.
Brantner gab allerdings auch zu bedenken: „Bevor überhaupt über die Frage möglicher europäischer Sicherheitsgarantien oder gar einer Stationierung von Truppen in der Ukraine gesprochen werden kann, braucht es zunächst eines: die Zustimmung Wladimir Putins zu einem belastbaren Friedensabkommen.“ Ihre Hoffnung, dass er zu einem echten, verlässlichen Frieden bereit sei, sei allerdings gering, so Brantner.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Franziska Brantner (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Franziska Brantner kritisiert Friedrich Merz für seine Ankündigung, die Bundeswehr nicht in der Ukraine zu beteiligen.
- Sie fordert robuste Sicherheitsgarantien für die Ukraine und betont, dass Deutschland sich der Solidarität nicht verweigern darf.
- Brantner weist darauf hin, dass ein Friedensabkommen die Zustimmung von Wladimir Putin erfordert, was sie jedoch für unwahrscheinlich hält.
Warum ist das wichtig?
- Notwendigkeit einer starken europäischen Sicherheitsstrategie für die Ukraine
- Wichtigkeit der Unterstützung und Solidarität Deutschlands im Falle eines Friedensschlusses
- Sorge um die langfristige Sicherheit der Ukraine ohne ständige Angst vor neuen Angriffen
Wer ist betroffen?
- Franziska Brantner
- Bundeskanzler Friedrich Merz
- Ukraine
Zahlen/Fakten?
- Brantner kritisiert Merz' Ankündigung zur Bundeswehrbeteiligung in der Ukraine.
- Zugang zu europäischen Sicherheitsgarantien und Frieden benötigt Zustimmung von Wladimir Putin.
Wie geht’s weiter?
- Notwendigkeit eines belastbaren Friedensabkommens mit Zustimmung von Wladimir Putin
- Diskussion über europäische Sicherheitsgarantien und Truppenstationierung in der Ukraine abwarten
- Deutschland darf sich nicht der Solidarität mit Europa verweigern
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