Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Politik: Illegales Glücksspiel in Deutschland
Berlin () – Der Drogen- und Suchtbeauftragte der Bundesregierung, Hendrik Streeck (CDU), fordert ein härteres Vorgehen von Bund und Ländern gegen illegales Glücksspiel.
„Wir haben es mit einer höchst gefährlichen Lage zu tun, die unser Gemeinwesen zu untergraben droht“, sagte Streeck dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland„. „Wir reden hier nicht über ein paar harmlose Automaten im Hinterzimmer. Wir reden über organisierte Kriminalität, über Geldwäsche und über erhebliche Gewinne auf Kosten suchtkranker Menschen.“ Der Staat müsse konsequenter handeln: „Wer mit Sucht und Illegalität Geld verdient, darf sich in Deutschland nicht sicher fühlen.“
Es gebe in Deutschland ein „massives Vollzugsproblem“, warnte Streeck. Wenn illegales Glücksspiel millionenschwere Gewinne ermögliche, brauche es mehr Kontrollen, bessere Zusammenarbeit zwischen Ländern und Bund und eine konsequentere strafrechtliche Verfolgung. Die Behörden müssten in die Lage versetzt werden, organisierte Strukturen besser zu erkennen, Beweise besser zu sichern und illegale Angebote schneller aus dem Verkehr zu ziehen. Das gelte für Hinterzimmer-Automaten genauso wie für illegale Onlineangebote.
Eine strafrechtliche Lücke besteht nach Angaben Streecks etwa bei illegalen Spielautomaten, bei denen der Gewinn nicht automatisch aus dem Gerät komme, sondern verdeckt durch Personal ausgezahlt werde. Damit sei der Nachweis schwer, dass es sich tatsächlich um Glücksspiel handele. „Deshalb sollten wir prüfen, ob schon das Aufstellen solcher manipulierten oder nicht zugelassenen Geräte konsequenter strafbar erfasst werden muss“, sagte er. „Der Staat darf sich hier nicht länger austricksen lassen. Wer illegales Glücksspiel organisiert, nutzt Sucht aus, wäscht Geld und untergräbt den Rechtsstaat. Darauf muss der Staat mit Klarheit und Härte antworten.“
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Hendrik Streeck (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Hendrik Streeck fordert härteres Vorgehen gegen illegales Glücksspiel.
- Es besteht ein massives Vollzugsproblem und benötigt mehr Kontrollen und bessere Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern.
- Eine strafrechtliche Lücke bei illegalen Spielautomaten muss geschlossen werden.
Warum ist das wichtig?
- Wichtige Bekämpfung von organisierter Kriminalität und Geldwäsche
- Schutz von suchtkranken Menschen vor Ausbeutung
- Notwendigkeit verbesserter Kontrollen und Zusammenarbeit der Behörden
Wer ist betroffen?
- Drogen- und Suchtbeauftragter der Bundesregierung, Hendrik Streeck
- suchtkranke Menschen
- Behörden und staatliche Institutionen
Zahlen/Fakten?
- Hendrik Streeck fordert ein härteres Vorgehen gegen illegales Glücksspiel in Deutschland.
- Illegales Glücksspiel ermöglicht millionenschwere Gewinne.
- Strafrechtliche Lücken bei illegalen Spielautomaten, die Gewinne verdeckt auszahlen.
Wie geht’s weiter?
- Mehr Kontrollen und bessere Zusammenarbeit zwischen Ländern und Bund.
- Konsequente strafrechtliche Verfolgung von illegalem Glücksspiel.
- Prüfung der Strafbarkeit von manipulierten Spielautomaten.
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