Brandmauer: CDU-Sozialflügel fürchtet "Tabubruch" in Sachsen-Anhalt

17. Juli 2026
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Politik in
() – Der Chef des CDU-Sozialflügels, Dennis Radtke, hat seine Partei vor einem „Tabubruch“ nach der Wahl in -Anhalt gewarnt. Es dürfe keinerlei Zusammenarbeit mit der AfD geben, sagte Radtke den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Daran darf nicht gerüttelt werden. Sonst ist nicht nur die CDU in Sachsen-Anhalt kaputt, sondern in ganz . Der Schaden für die Partei wäre irreparabel.“

Auf die Frage, ob er für jeden CDU-Abgeordneten in Sachsen-Anhalt die Hand ins Feuer legen könne, dass er nicht auf eigene Faust einen AfD-Ministerpräsidentenkandidaten unterstützen würde, erklärte Radtke: „Man muss immer aufpassen, für wen man die Hand ins Feuer legt, wenn man schwere Verbrennungen vermeiden möchte.“ Klar sei, dass CDU-Abgeordnete, die mit ihrer Stimme die AfD unterstützen, nicht CDU-Mitglied bleiben könnten.

Die Entscheidung, ob er selbst CDU-Mitglied bleibe, wenn die Landespartei in Sachsen-Anhalt etwas mit der AfD anfange, machte Radtke von der Reaktion in der Bundespartei auf einen „solchen Tabubruch“ abhängig. „Sollte die Parteispitze das einfach hinnehmen, dann ist die CDU kaputt und die AfD hätte ihr großes strategisches Ziel erreicht. So dumm dürfen wir niemals sein.“

Für den Fall einer schwierigen Regierungsbildung nach der Landtagswahl empfahl Radtke den Blick nach und Sachsen: Dort habe die CDU einen Weg gefunden, zu politischen Entscheidungen zu kommen, ohne die Linkspartei unmittelbar in die Regierungsverantwortung einzubeziehen. „Wie das in Sachsen-Anhalt aussehen könnte, müssten dann nach der Wahl gegebenenfalls die Verantwortlichen vor Ort klären.“

Radtke bekannte sich zum Unvereinbarkeitsbeschluss der CDU, der eine Zusammenarbeit mit der AfD ebenso wie mit der Linkspartei ausschließt. Gleichzeitig warb er für eine differenzierte Sicht. „Teile der Linkspartei triefen vor Antisemitismus, andere Teile haben ein fragwürdiges Verhältnis zu Russland“, so Radtke. „Aber von der Linken geht nicht dieselbe Gefahr für unsere Demokratie aus wie von einer Partei wie der AfD, die in mehreren Bundesländern als offene rechtsextremistisch eingestuft wird.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Dennis Radtke (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Brandmauer: CDU-Sozialflügel fürchtet "Tabubruch" in Sachsen-Anhalt

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Was ist passiert?

  • Dennis Radtke warnt, dass es nach der Wahl in Sachsen-Anhalt keinen Tabubruch geben dürfe und fordert jede Zusammenarbeit mit der AfD zu unterlassen
  • Er sagt, CDU-Abgeordnete dürften nicht auf eigene Faust einen AfD-Ministerpräsidentenkandidaten unterstützen, und wer mit der Stimme die AfD unterstützt, könne nicht CDU-Mitglied bleiben
  • Radtke macht seine eigene Mitgliedschaft davon abhängig, wie die Bundespartei auf einen möglichen Tabubruch reagiert, und verweist für mögliche Regierungsbildung auf Erfahrungen aus Thüringen und Sachsen

Warum ist das wichtig?

  • Zusammenarbeit mit der AfD nach der Wahl wäre ein Tabubruch und könnte die CDU in Sachsen-Anhalt und deutschlandweit nachhaltig beschädigen
  • CDU-Abgeordnete dürften AfD-Ministerpräsidenten oder AfD-Unterstützung nicht eigenständig vorantreiben, ansonsten könnten sie nicht CDU-Mitglied bleiben
  • Bei schwieriger Regierungsbildung soll man Lösungen wie in Thüringen/Sachsen prüfen, um Entscheidungen ohne unmittelliche Regierungsbeteiligung der Linkspartei zu treffen

Wer ist betroffen?

  • Dennis Radtke
  • CDU-Abgeordnete in Sachsen-Anhalt
  • Die CDU in Sachsen-Anhalt und deutschlandweit

Zahlen/Fakten?

  • Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt warnte Dennis Radtke vor einem „Tabubruch“ und sagte, es dürfe keinerlei Zusammenarbeit mit der AfD geben
  • Radtke erklärte, CDU-Abgeordnete, die mit ihrer Stimme die AfD unterstützen, könnten nicht CDU-Mitglied bleiben
  • Er verwies auf Thüringen und Sachsen als Beispiele für politische Entscheidungen ohne unmittelbares Einbeziehen der Linkspartei in die Regierungsverantwortung

Wie geht’s weiter?

  • CDU-Sozialflügel-Chef Dennis Radtke warnt vor einem Tabubruch nach der Wahl in Sachsen-Anhalt und fordert Zusammenarbeit mit der AfD auszuschließen
  • CDU-Abgeordnete, die die AfD mit ihrer Stimme unterstützen, sollen nicht CDU-Mitglied bleiben können
  • Radtke empfiehlt für eine mögliche schwierige Regierungsbildung den Blick auf Thüringen und Sachsen, wo Entscheidungen ohne unmittelbare Einbindung der Linkspartei getroffen wurden, und meint, das müsse vor Ort geklärt werden
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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