Politik: Kita-Gesetz in Berlin
Berlin () – Die Linke hat scharfe Kritik an dem geplanten Kita-Gesetz aus dem Haus von Bildungsministerin Karin Prien (CDU) geübt.
„Trotz steigender Kosten im Kita-Bereich, massivem Bedarf beim Ausbau von Plätzen sowie vor allem einer guten Betreuungsqualität und der Aufgabe des Bundes, für gleichwertige Lebensverhältnisse zu sorgen, kürzt die Ministerin jetzt auch noch bei den Kitas“, sagte Linken-Fraktionschefin Heidi Reichinnek der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe). Der Entwurf schaffe es, „die ohnehin niedrigen Erwartungen noch zu unterbieten“, kritisierte Reichinnek.
Die Bundesregierung sitze die Probleme aus und versuche von ihrer familienfeindlichen Politik mit „Startchancenkitas“ abzulenken, sagte sie. Die marginalen Verbesserungen für geplante zehn Prozent der Kitas seien ein Tropfen auf dem heißen Stein und glichen keine Benachteiligung aus. Auch die Sprachtests bezeichnete Reichinnek als absolut nutzlos, wenn mit den daraus gewonnenen Erkenntnissen keine weitere Arbeit möglich sei, weil es weder entsprechende Förderkräfte noch das notwendige Fachpersonal gebe.
„Die Fachkräfte in den Kitas wissen auch jetzt schon genau, welche Bedarfe ihre Kinder haben“, sagte die Linken-Fraktionschefin. „Sie können allerdings keine konkrete Unterstützung anbieten, weil sie chronisch unterbesetzt sind.“ An dieser Situation werde der Gesetzentwurf „absolut nichts ändern“.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Namensschild in einer Kita (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Was ist passiert?
- Die Linke kritisiert das geplante Kita-Gesetz von Bildungsministerin Karin Prien (CDU) scharf und wirft ihr Kürzungen bei Kitas vor
- Reichinnek sagt, der Entwurf verfehle eine bessere Betreuungsqualität und lasse vor allem Unterbesetzung und fehlende Fachkräfte unverändert
- Sprachtests seien laut Reichinnek nutzlos, weil mit den Ergebnissen keine Förderung möglich sei mangels Förderkräften und Fachpersonal
Warum ist das wichtig?
- Kürzungen trotz steigender Kosten und massivem Bedarf beim Ausbau von Kita-Plätzen erhöhen die Probleme und verschlechtern die Betreuungsqualität
- Die geplanten marginalen Verbesserungen reichen nicht aus, um Benachteiligungen auszugleichen
- Sprachtests bringen nichts ohne ausreichend Förderkräfte und Fachpersonal, zudem sind Kitas chronisch unterbesetzt und können keine konkrete Unterstützung leisten
Wer ist betroffen?
- Kinder in Kitas
- Fachkräfte in den Kitas
- Familien mit Kindern im Kita-Bereich
Zahlen/Fakten?
- zehn Prozent der Kitas sollen marginal verbessert werden
- Sprachtests sind laut Reichinnek absolut nutzlos ohne weitere Arbeit mangels Förderkräfte und Fachpersonal
- Kitas sind chronisch unterbesetzt, Fachkräfte können keine konkrete Unterstützung anbieten
Wie geht’s weiter?
- Linke kritisiert, dass das geplante Kita-Gesetz trotz steigender Kosten, Ausbau- und Qualitätsbedarf nur weiter kürzt und Erwartungen sogar unterbietet
- Sprachtests seien nutzlos, wenn danach keine Förderung möglich ist, weil Förderkräfte und Fachpersonal fehlen
- Entwurf ändere nichts an der chronischen Unterbesetzung der Kita-Fachkräfte und deren fehlender konkreter Unterstützungsmöglichkeiten
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