Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Politik in Israel: Siedlungspolitik und Menschenrechte
Jerusalem () – Die Grünen-Bundesvorsitzende Franziska Brantner hat die israelische Regierung wegen ihrer Siedlungspolitik scharf kritisiert. „Klar ist, dass die israelische Regierung versucht, Fakten zu schaffen, indem sie die brutale Siedlergewalt nicht nur zulässt, sondern flankiert“, sagte Brantner in Jerusalem zu „Politico“. Die Grünen-Chefin will noch bis Mittwoch mit einer Delegation ihrer Partei durch Israel reisen.
Besonders kritisch äußerte sich Brantner zu jüngsten Beschlüssen des israelischen Sicherheitskabinetts. Zumindest ein Teil des Kabinetts habe deutlich gemacht, dass das Ziel der verkündeten Regelungen sei, „dass es nie einen palästinensischen Staat geben wird“. Dieses Ziel werde „offensichtlich mit aller Vehemenz verfolgt, sowohl rechtlich als auch in der Präsenz vor Ort“.
Zugleich gebe es auf palästinensischer Seite große Unsicherheiten, wie es mit Gaza weitergehe und in welchem Tempo die USA dort vorgehen, sagte Brantner. „Die Palästinensische Autonomiebehörde bekommt nicht die ihr zustehenden Steuergelder und steht kurz vor dem Kollaps“, kritisierte die Grünen-Vorsitzende.
Einen eigenständigen palästinensischen Staat hält Brantner derzeit für unrealistisch. „Das Land ist sehr weit von einer Zwei-Staaten-Lösung entfernt“, sagte sie. Aus ihrer Sicht wäre diese nur möglich, wenn die USA und Europa entsprechend Druck ausüben würden.
Von Deutschland müsse es „immer den doppelten Druck“ geben, forderte Brantner. Einerseits müsse auf die Hamas eingewirkt werden, „die Waffen niederzulegen“, und auf die Nachbarregionen, sich konstruktiv an einer politischen Lösung des Konflikts zu beteiligen. Andererseits müsse Deutschland gegenüber Israel darauf drängen, „die Siedlergewalt im Westjordanland zu stoppen“, die Menschenrechte der Palästinenser zu respektieren und Beschlüsse internationaler Gremien einzuhalten.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Israelische Fahne an der Knesset (Archiv) |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Franziska Brantner kritisiert die israelische Siedlungspolitik scharf.
- Sie bezeichnet die Ziele des israelischen Sicherheitskabinetts als Bestrebungen gegen einen palästinensischen Staat.
- Brantner fordert von Deutschland doppelten Druck auf Hamas und Israel.
Warum ist das wichtig?
- Einfluss auf den Nahost-Konflikt und die Lage der Palästinenser
- Notwendigkeit internationaler Zusammenarbeit und Druck auf Konfliktparteien
- Folgen für die regionale Stabilität und politische Lösungen
Wer ist betroffen?
- Israelische Regierung
- Palästinensische Autonomiebehörde
- Palästinenser im Westjordanland
Zahlen/Fakten?
- Franziska Brantner kritisiert israelische Siedlungspolitik und Siedlergewalt.
- Palästinensische Autonomiebehörde steht kurz vor dem Kollaps.
- Realisierung eines eigenständigen palästinensischen Staates derzeit als unrealistisch eingeschätzt.
Wie geht’s weiter?
- Brantner wird bis Mittwoch mit einer Delegation durch Israel reisen.
- Es muss Druck auf die Hamas und auf Israel ausgeübt werden.
- Eine Zwei-Staaten-Lösung bleibt unrealistisch ohne entsprechenden internationalen Druck.
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