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Bundestag: Debatte über Israel-Politik der Linken
Berlin () – Die Linksfraktion im Bundestag steht vor einer möglichen Verschärfung ihrer Israel-Politik. Laut eines Berichts der „Welt“ (Samstagausgabe) soll in der nächsten Fraktionssitzung ein Positionspapier der Vize-Fraktionschefin Nicole Gohlke und der Abgeordneten Lea Reisner, Sprecherin für internationale Beziehungen, beraten werden.
Das vierseitige Papier zur israelischen Siedlungspolitik im Westjordanland steht auf der Tagesordnung der Sitzung in der kommenden Woche. Mit dem Schreiben unter dem Titel „Keine wirtschaftliche und wissenschaftliche Kooperation mit der völkerrechtswidrigen Besatzungspolitik Israels im Westjordanland“ wollen die Linke-Politikerinnen die Positionierung ihrer Fraktion mit umstrittenen Forderungen ausweiten.
Demnach soll die Kooperation mit israelischen Universitäten eingeschränkt werden. So wird in dem Papier die „Beendigung akademischer Kooperationen mit israelischen Universitäten und Forschungseinrichtungen, die auf besetztem palästinensischem Land angesiedelt sind“, gefordert. Solche Universitäten sollen außerdem von internationalen Forschungsprogrammen, EU-Förderungen und bilateralen Wissenschaftsabkommen ausgeschlossen werden.
Der Maßnahmenkatalog enthält weitere bislang unbekannte Forderungen. Darunter ist etwa ein „Importverbot für Waren aus israelischen Siedlungen sowie der Ausschluss von Waren und Rohstoffen vom europäischen Binnenmarkt, die aus völkerrechtswidrigen wirtschaftlichen Tätigkeiten israelischer Unternehmen in den besetzten palästinensischen Gebieten stammen“.
Von der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG), die sich für eine Förderung der bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel einsetzt, kommt bereits scharfe Kritik. „Den Autorinnen geht es nicht um Völkerrecht und eine faire Lösung des Konflikts auch im Sinne der Palästinenser, sondern um einen rhetorisch geschickteren Dreh zur Delegitimierung des Staates Israel“, sagte DIG-Präsident Volker Beck der „Welt“.
Beim vergleichbaren Konflikt der militärischen Besetzung der Westsahara durch Marokko sei der Linken das Völkerrecht egal, behauptete Beck weiter. „Zu Sanktionen gegen Marokko hört man von der Linkspartei nichts. Der einzige denkbare Grund für diesen doppelten Standard – allein Israel und nicht Marokko ist Ziel dieses Feuerwerks an Sanktionsforderungen – ist Antisemitismus.“
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Nicole Gohlke (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Die Linksfraktion im Bundestag plant eine Verschärfung ihrer Israel-Politik.
- Ein Positionspapier zu israelischer Siedlungspolitik soll in der nächsten Fraktionssitzung beraten werden, mit Forderungen nach Einschränkung von Kooperationen mit israelischen Universitäten und einem Importverbot für Waren aus israelischen Siedlungen.
Warum ist das wichtig?
- Mögliche Verschärfung der Israel-Politik der Linksfraktion im Bundestag
- Forderung nach Beendigung der akademischen Kooperation mit israelischen Universitäten
- Kritische Reaktion von der Deutsch-Israelischen Gesellschaft bezüglich einer vermeintlichen Delegitimierung Israels
Wer ist betroffen?
- Linksfraktion im Bundestag
- israelische Universitäten und Forschungseinrichtungen
- Deutsch-Israelische Gesellschaft (DIG)
Zahlen/Fakten?
- Positionspapier der Vize-Fraktionschefin Nicole Gohlke und der Abgeordneten Lea Reisner
- Forderung nach Beendigung akademischer Kooperationen mit israelischen Universitäten im Westjordanland
- Importverbot für Waren aus israelischen Siedlungen und Ausschluss von Waren aus völkerrechtswidrigen Tätigkeiten
Wie geht’s weiter?
- Beratung des Positionspapiers in der nächsten Fraktionssitzung
- Vorschläge zur Einschränkung der Kooperation mit israelischen Universitäten und Importverbot für Waren aus Siedlungen
- Weitere unbekannte Forderungen im Maßnahmenkatalog enthalten
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