Bonner Studie: Teure Lebensmittel in Krisen fördern Fettleibigkeit bei Kindern

2. Januar 2026
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Bonner Studie: Teure Lebensmittel in Krisen fördern Fettleibigkeit bei Kindern

Nordrhein-Westfalen - Was ist passiert – was dahinter steckt

Ernährungssicherheit in Krisenzeiten in Indonesien

Bonn () – Steigende Lebensmittelpreise in Wirtschaftskrisen können bei Kindern langfristig zu Fettleibigkeit führen. Das teilten Forscher der Universität Bonn mit, die die Auswirkungen der Asienkrise der 1990er Jahre in Indonesien untersucht haben.

Demnach führte der damalige drastische Anstieg der Reispreise nicht nur zu kurzfristiger Belastung, sondern auch zu chronischer Unterernährung und Wachstumsverzögerungen bei Kindern, die später ein höheres Risiko für Adipositas hatten.

Besonders betroffen waren Kinder in städtischen Regionen und solche, deren Mütter einen niedrigen Bildungsstand hatten. In Städten sind Haushalte stärker auf den Zukauf von Nahrungsmitteln angewiesen.

Die Forscher sehen die Ursache in einem ‚versteckten Mangel‘: In Krisen sparten Familien vor allem bei teuren, nährstoffreichen Lebensmitteln, was das Längenwachstum bremste, ohne das Körpergewicht im gleichen Maße zu reduzieren.

Die Ergebnisse sind laut den Wissenschaftlern auch für heutige Krisen relevant, da Ernte- und Preisschocks durch Konflikte oder extreme Wetterereignisse zunehmen. Sie betonen, dass Ernährungspolitik in Krisen nicht nur Kalorien, sondern auch die Nährstoffversorgung sichern müsse, um Kinder in sensiblen Entwicklungsphasen zu schützen.

Die Studie wurde in der Fachzeitschrift ‚Global Food Security‘ veröffentlicht.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Kinder

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Steigende Lebensmittelpreise führen bei Kindern zu langfristiger Fettleibigkeit.
  • Besonders betroffen sind Kinder in städtischen Regionen und mit niedrig gebildeten Müttern.
  • Ernährungspolitik in Krisen muss neben Kalorien auch Nährstoffe sichern.

Warum ist das wichtig?

  • Langfristige Auswirkungen von Ernährungskrisen auf die Gesundheit von Kindern
  • Notwendigkeit einer ausgewogenen Ernährungspolitik in Krisenzeiten
  • Höheres Risiko für Adipositas bei unterernährten Kindern in sensiblen Entwicklungsphasen

Wer ist betroffen?

  • Kinder in städtischen Regionen
  • Kinder mit einem niedrigen Bildungsstand der Mütter
  • Kinder, die unter chronischer Unterernährung leiden

Zahlen/Fakten?

  • Steigende Lebensmittelpreise können bei Kindern langfristig zu Fettleibigkeit führen.
  • Anstieg der Reispreise führte zu chronischer Unterernährung und Wachstumsverzögerungen.
  • Besonders betroffen: Kinder in städtischen Regionen und mit niedrigerem Bildungsstand der Mütter.

Wie geht’s weiter?

  • Ernährungspolitik in Krisen anpassen, um Nährstoffversorgung zu sichern
  • Fokus auf Unterstützung bedürftiger Familien und Bildung von Müttern
  • Langfristige Folgen von Ernährungskrisen für die Gesundheit von Kindern überwachen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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