IW-Studie: Bayern wirtschaftlich weiter vorn

11. Mai 2026
1 min Lesezeit

IW-Studie: Bayern wirtschaftlich weiter vorn

Baden-Württemberg - Was ist passiert – was dahinter steckt

Wirtschaftliche Lage in Bayern und Baden-Württemberg

() – kann sich im Deutschlandvergleich wirtschaftlich weiter behaupten. Das geht aus einer neuen Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) hervor, über die der „Spiegel“ berichtet.

Allerdings können nicht alle süddeutschen Regionen mithalten.

„Im jahrzehntelangen Wettlauf um die Wohlstandskrone in fällt zurück“, sagte IW-Forscher Hanno Kempermann über das aktuelle Regionalranking. Während Bayern mit Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik sowie Dienstleistungen breiter aufgestellt sei, müsse Baden-Württemberg „flächendeckend viel stärker mit der Krise in den Branchen Automotive, Maschinenbau und Metallerzeugnisse kämpfen“, so Kempermann.

Deutlich wird dies bei einer Langzeitbetrachtung der alle zwei Jahre veröffentlichten Regionalrankings.

Während Baden-Württemberg heute im Vergleich zu 2016 nur noch 19 statt damals 30 Regionen in den Top 100 hat, konnte Bayern seine Dominanz ausbauen. Der Freistaat stellt nun 58 statt 53 Regionen.

Zusammen mit Vanessa Hünnemeyer und Johannes Ewald hat Kempermann für alle 400 Landkreise und kreisfreien Städte in Deutschland sowohl den wirtschaftlichen Zustand als auch die Aussichten untersucht.

Um zu ermitteln, ob eine Region erfolgreich ist, haben die Forscher 14 Indikatoren in den drei Bereichen Wirtschaftsstruktur, Arbeitsmarkt und Lebensqualität ausgemacht. Einigen, wie der gemeindlichen Steuerkraft, messen sie in ihrer Auswertung ein höheres Gewicht zu als etwa dem Vorhandensein naturnaher Flächen.

Untersucht wurden unter anderem auch Alterung, Ärztedichte, Frauenerwerbstätigkeit oder die private Überschuldung.

Im Ranking dominieren neben bayerischen Regionen – darunter vor allem der Großraum München – auch das Rhein-Main-Gebiet mit dem Finanzplatz Frankfurt. Laut IW gaben bei letzterem der starke Arbeitsmarkt und eine leistungsfähige Wirtschaft den Ausschlag.

Zu den schwächsten Regionen zählt neben mehreren Ruhrgebietsstädten die thüringische Stadt Suhl.

In einem zweiten Teil des Rankings, der die wirtschaftliche Dynamik von Regionen untersucht, sieht das Forscherteam große Fortschritte in bislang weniger starken Städten. Das brandenburgische Cottbus etwa kann laut den IW-Forschern von einem Instandhaltungswerk der Deutschen Bahn profitieren, ebenso vom Aufbau der Medizinischen Universität Lausitz.

Im schleswig-holsteinischen wiederum sei die Zahl registrierter Straftaten stark gesunken. Im Vorteil sind laut den Forschern Innovationsökosysteme, die regionale Wissenschaft, Wirtschaft und Start-ups verbinden.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Bayerischer Landtag (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Bayern behauptet sich wirtschaftlich gut im Deutschlandvergleich.
  • Baden-Württemberg verliert im Regionalranking gegenüber Bayern deutlich.
  • Cottbus und Neumünster zeigen Fortschritte in wirtschaftlicher Dynamik.

Warum ist das wichtig?

  • Bayern stärkt seine wirtschaftliche Position in Deutschland.
  • Unterschiede zwischen süddeutschen Regionen zeigen Herausforderungen für Baden-Württemberg.

Wer ist betroffen?

  • Regionen in Baden-Württemberg
  • Arbeitnehmer in der Automobil- und Maschinenbauindustrie
  • Städte im Ruhrgebiet und Suhl

Zahlen/Fakten?

  • Bayern hat 58 Regionen in den Top 100 des Regionalrankings, Baden-Württemberg nur 19.
  • Studienergebnisse basieren auf 14 Indikatoren in Wirtschaftsstruktur, Arbeitsmarkt und Lebensqualität.
  • Großraum München und Rhein-Main-Gebiet führen das Ranking an.

Wie geht’s weiter?

  • Bayern kann wirtschaftlich weiterhin dominieren
  • Baden-Württemberg kämpft mit Branchenkrise, insbesondere Automotive
  • Fortschritte in weniger starken Städten wie Cottbus und Neumünster erkennbar
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