Nordrhein-Westfalen - Was ist passiert – was dahinter steckt
Reformdiskussion zum Cannabiskonsum in Berlin
Berlin () – Der Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, Hendrik Streeck (CDU), drängt auf eine Reform des Cannabisgesetzes. „Ich finde, dieses ganze Gesetz muss angepackt werden“, sagte der CDU-Politiker der „Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe).
Man habe eine Realität, dass fünf Millionen Erwachsene in Deutschland regelmäßig kiffen, erklärte Streeck.
Man müsse zwar vorsichtig sein, dass man nicht ganze Gruppen zwischen Legalität und Illegalität hin- und herschiebe. Aber man habe viel zu hohe Besitzmengen.
Man habe es so auch den Dealern leichter gemacht, kritisierte er.
Und man habe eigentlich überhaupt keine Durchgriffsrechte für die Polizei mehr, die sage, dass das Gesetz ihre Arbeit schwerer gemacht habe, so Streeck. „Also wir haben etwas, wo man ranmuss am Gesetz. Aber mir ist schon klar: Eine Abschaffung der Teillegalisierung ist mit dem Koalitionspartner einfach nicht zu machen.“
Daher müsse man schauen, wo man nachschärfen könne.
Zur Frage, ob es eine Möglichkeit sei, Konsumcannabis in der Apotheke zu verkaufen, sagte Streeck, das wäre eine Möglichkeit im Rahmen von Pilotprojekten.
„Aber das ist meine persönliche Meinung, weil hier auch rote Linien innerhalb meiner Fraktion laufen.“
NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) ergänzte, er habe noch nie Verständnis für die Legalisierung von Cannabis gehabt – zumal die Einhaltung der Regeln schwer zu überprüfen sei, etwa hinsichtlich der Abstände zu verschiedenen Einrichtungen. „Welches Ordnungsamt soll das denn in irgendeiner Weise kontrollieren?“, fragte Laumann.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | „Smoke-in“ vor dem Brandenburger Tor (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Hendrik Streeck fordert eine Reform des Cannabisgesetzes in Deutschland.
- Er kritisiert die hohen Besitzmengen und die Erschwernisse für die Polizei.
- NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat kein Verständnis für die Legalisierung von Cannabis.
Warum ist das wichtig?
- Reform des Cannabisgesetzes notwendig zur Anpassung an die Realität von fünf Millionen Konsumenten.
- Hohe Besitzmengen erleichtern den Drogenhandel und erschweren polizeiliche Maßnahmen.
- Diskussion über mögliche Pilotprojekte für den Verkauf von Konsumcannabis in Apotheken.
Wer ist betroffen?
- Erwachsene in Deutschland (5 Millionen regelmäßig Konsumierende)
- Polizei (schwere Durchführbarkeit der Gesetze)
- Cannabis-Dealer (erleichterte Umstände durch bestehendes Gesetz)
Zahlen/Fakten?
- Fünf Millionen Erwachsene in Deutschland kiffen regelmäßig.
- Zu hohe Besitzmengen machen es Dealern leichter.
- Polizeiliche Durchgriffsrechte wurden eingeschränkt.
Wie geht’s weiter?
- Reform des Cannabisgesetzes anstreben
- Mögliches Pilotprojekt für Verkauf in Apotheken prüfen
- Nachschärfungen im Gesetzesantrag diskutieren
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