Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Klimapolitik in Dessau-Roßlau 2023
Dessau-Roßlau () – Der Präsident des Umweltbundesamts, Dirk Messner, fürchtet negative Folgen für den Klimaschutz durch die Verschiebung des Emissionshandelssystems EU-ETS II. „Die Verschiebung des Systems auf 2028 macht die Lage schwieriger“, sagte Messner den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Vor allem mit Blick auf die Klimaziele für 2030 wird der Spielraum enger.“
Der EU-ETS II, ein System zum Emissionshandel für die Bereiche Gebäude und Verkehr, sollte eigentlich 2027 an den Start gehen. Ende 2025 wurde die Einführung auf Druck einiger Staaten aber auf 2028 verschoben. In den betroffenen Sektoren sei der Handlungsdruck aber groß, sagte Messner. „In den vergangenen Jahren sind die Emissionen dort deutlich langsamer gesunken als eigentlich nötig, um die Klimaziele zu erreichen.“ Der EU-ETS II habe das Potenzial, hier zum zentralen Klimaschutzinstrument zu werden, weil er Investitionen in moderne, klimafreundliche Technologien anstoße und zugleich soziale Ausgleichsmechanismen vorsehe.
Dass das System nun erst ein Jahr später eingeführt wird, muss laut Messner mehr Einsatz an anderen Stellen zur Folge haben: „Andere Maßnahmen müssen umso konsequenter umgesetzt werden, um die Lücke zu schließen“, sagte er den Funke-Zeitungen.
Der deutsche CO2-Preis in diesem Bereich wird 2026 zum ersten Mal per Versteigerung festgelegt, in einem Preisrahmen von 55 bis 65 Euro pro Tonne Kohlenstoffdioxid. Für Verbraucher könne das etwas teurere Energie bedeuten, sagte Messner. „Gleichzeitig stärkt dieser Preisrahmen die Wirtschaftlichkeit klimafreundlicher Technologien, etwa bei Gebäuden oder im Verkehr.“
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Umweltbundesamt (Archiv) |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Präsident des Umweltbundesamts, Dirk Messner, warnt vor negativen Folgen für den Klimaschutz durch Verschiebung des EU-ETS II auf 2028.
- Einführung des Emissionshandelssystems für Gebäude und Verkehr wurde von 2027 auf 2028 verschoben, was den Handlungsdruck erhöht.
- Messner fordert konsequentere Umsetzung anderer Maßnahmen, um die Lücke bis zur Einführung zu schließen.
Warum ist das wichtig?
- Verschiebung des Emissionshandelssystems EU-ETS II könnte Klimaziele gefährden.
- Druck auf betroffene Sektoren erhöht sich durch verspätete Umsetzung.
- Notwendigkeit verstärkter Maßnahmen zur Kompensation der Verzögerung.
Wer ist betroffen?
- Umweltbundesamt und Präsident Dirk Messner
- Sektoren Gebäude und Verkehr
- Verbraucher
Zahlen/Fakten?
- Einführung des EU-ETS II auf 2028 verschoben
- CO2-Preis 2026 zwischen 55 und 65 Euro pro Tonne
- Emissionen in den betroffenen Sektoren sinken langsamer als nötig
Wie geht’s weiter?
- Andere Maßnahmen müssen konsequenter umgesetzt werden
- Höhere Investitionen in klimafreundliche Technologien sind erforderlich
- Anpassung der Strategien zur Erreichung der Klimaziele für 2030
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