Sicherheitspolitiker warnen vor Risiken offener KI-Modelle

3. August 2026
1 min Lesezeit

Politik: Sicherheitslage durch KI

() – Politiker von Union, SPD und Grünen schlagen wegen immer leistungsfähigerer frei verfügbarer KI-Modelle Alarm. Der Vorsitzende des Geheimdienste-Kontrollgremiums des Bundestags, Marc Henrichmann (CDU), sagte dem „Handelsblatt“, leistungsfähige, hochentwickelte Open-Source-KI-Modelle könnten die Sicherheitslage grundlegend verändern.

Die Veröffentlichung von Modellgewichten oder anderer zentraler Bestandteile beschleunige Innovationszyklen erheblich, weil Entwickler die Systeme verändern, verbessern und weiterverbreiten könnten, so Henrichmann. Zugleich sinke die Hürde für Cyberkriminelle und staatliche Akteure, solche Systeme für die Automatisierung von Angriffen, Einflusskampagnen oder die Entwicklung neuer Schadsoftware zu nutzen.

Auch der digitalpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Johannes Schätzl, rechnet damit, dass sich durch leistungsfähige offene KI-Modelle die Sicherheitsrisiken deutlich erhöhen. Die größte Gefahr gehe von Cyberkriminellen aus, die offene Modelle lokal betreiben, verändern und ohne Kontrolle des ursprünglichen Anbieters einsetzen könnten, sagte er dem „Handelsblatt“. Die Hürden für Cyberangriffe könnten dadurch sinken und bekannte Angriffsmethoden schneller und in größerem Umfang eingesetzt werden, warnte Schätzl.

Der stellvertretende Vorsitzende des Geheimdienste-Kontrollgremiums, Konstantin von Notz (Grüne), erwartet durch Open-Source-KI für die IT-Sicherheit eine massive Disruption, also einen tiefgreifenden Umbruch. Zwar stärkten offene Modelle Transparenz und digitale Souveränität. Gleichzeitig ermöglichten sie aber Kriminellen und anderen feindlichen Akteuren einen niedrigschwelligen Zugang zu potenziell sehr mächtigen Werkzeugen, sagte er dem „Handelsblatt“. Die IT-Sicherheitslage werde sich dadurch grundlegend verändern und erfordere konsequente Gegenmaßnahmen der Bundesregierung. Besonders wichtig werde es, Sicherheitslücken möglichst schnell zu schließen.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Frau mit Laptop (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Sicherheitspolitiker warnen vor Risiken offener KI-Modelle

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Was ist passiert?

  • Politiker von Union, SPD und Grünen warnen, dass leistungsfähige frei verfügbare Open-Source-KI-Modelle die Sicherheitslage grundlegend verändern und Risiken deutlich erhöhen könnten
  • Die Veröffentlichung von Modellgewichten senke die Hürde für Cyberkriminelle und staatliche Akteure, KI für Angriffe, Einflusskampagnen oder neue Schadsoftware schneller und leichter einzusetzen

Warum ist das wichtig?

  • Leistungsfähige frei verfügbare Open-Source-KI-Modelle könnten die Sicherheitslage grundlegend verändern, weil sie die Automatisierung von Angriffen und Schadsoftware erleichtern
  • Sinkende Hürden für Cyberkriminelle durch lokal betreibbare, veränderbare Modelle erhöhen das Risiko für Cyberangriffe und Einflusskampagnen
  • Es werden konsequente Gegenmaßnahmen nötig, besonders um Sicherheitslücken schnell zu schließen, da die IT-Sicherheitslage sich tiefgreifend umstellt

Wer ist betroffen?

  • Politiker von Union, SPD und Grünen
  • Cyberkriminelle
  • staatliche Akteure

Zahlen/Fakten?

  • leistungsfähige, hochentwickelte Open-Source-KI-Modelle könnten die Sicherheitslage grundlegend verändern
  • Veröffentlichung von Modellgewichten oder zentralen Bestandteilen beschleunigt Innovationszyklen erheblich
  • Hürden für Cyberangriffe könnten sinken und bekannte Angriffsmethoden schneller sowie in größerem Umfang eingesetzt werden

Wie geht’s weiter?

  • Leistungsfähige hochentwickelte Open-Source-KI-Modelle könnten die Sicherheitslage grundlegend verändern, weil Modellgewichte zentrale Bausteine die Innovation beschleunigen und die Hürden für Angreifer senken
  • Cyberkriminelle könnten offene Modelle lokal betreiben, verändern und ohne Kontrolle einsetzen, wodurch Angriffe und Schadsoftware schneller und in größerem Umfang genutzt werden könnten
  • Die Bundesregierung müsse konsequente Gegenmaßnahmen ergreifen, besonders Sicherheitslücken möglichst schnell schließen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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