Nexperia fährt Chip-Produktion wieder hoch

20. Juli 2026
1 min Lesezeit

Wirtschaft in : Nexperia-Lieferengpässe

Hamburg () – Der Chiphersteller Nexperia kann seine Abnehmer nach Monaten knapper Liefermengen wieder besser bedienen. „Wir stellen unseren Kunden jetzt Woche für Woche mehr Kapazität zur Verfügung“, sagte Interimschef Stefan Tilger dem „Handelsblatt“. Bis Jahresende sollten die größten Engpässe aufgelöst sein.

Der niederländische Konzern mit seinem wichtigsten Werk in Hamburg hatte sich im Herbst mit seinem chinesischen Eigentümer überworfen. Seither fehlen große Stückzahlen an Nexperia-Chips, die für viele Industrieunternehmen unverzichtbar sind. Um den Ausfall der chinesischen Kapazitäten zu kompensieren, setzt Nexperia auf einen zügigen Ausbau in Südostasien. Ein Werk in soll die chinesische Fabrik so schnell wie möglich ersetzen. Die Produktion dort werde dieses Jahr verdoppelt, sagte Tilger. Nexperia verfüge bereits über ein fertiges Gebäude, in dem Maschinen installiert worden seien.

Zusätzliche Kapazitäten erschließt Nexperia bei Partnern. „Wir bauen jetzt eine Lieferkette auf, bei der jedes Produkt aus verschiedenen Standorten bezogen werden kann“, sagte Tilger. Weil die chinesische Fabrik für die Weiterverarbeitung der Chips aber bislang nicht vollständig ersetzt werden kann, stehen derzeit Maschinen im Stammwerk in der Hansestadt still. „Das Werk Hamburg hat im Moment Überkapazitäten“, sagte Tilger. Die Lage werde sich aber Zug um Zug verbessern. Er erwarte, dass der Standort spätestens in eineinhalb bis zwei Jahren wieder völlig ausgelastet sei.

Trotz der Turbulenzen seien die Aussichten für Nexperia gut, sagte Tilger. Mit Sicherheit habe man temporär Marktanteile eingebüßt. Aber man habe so gut wie keinen Kunden komplett verloren.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Nexperia fährt Chip-Produktion wieder hoch

Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt

Was ist passiert?

  • Nexperia kann seine Abnehmer nach Monaten knapper Liefermengen wieder besser mit Chips beliefern und stellt Woche für Woche mehr Kapazität bereit
  • Nexperia hatte sich im Herbst mit dem chinesischen Eigentümer überworfen, wodurch große Stückzahlen fehlten; als Ersatz wird ein Werk in Malaysia schneller ausgebaut, zusätzliche Kapazitäten sollen über Partner-Lieferketten erschlossen werden
  • Während die chinesische Weiterverarbeitung noch nicht vollständig ersetzt ist, stehen zeitweise Maschinen im Werk Hamburg still; Tilger erwartet eine schrittweise Entspannung und vollständige Auslastung spätestens in 1,5 bis 2 Jahren

Warum ist das wichtig?

  • Bessere Chip-Lieferfähigkeit verbessert die Versorgung von Industrieunternehmen nach Engpässen
  • Ausbau von Produktionskapazitäten in Südostasien und durch Partner reduziert Abhängigkeit von der zuvor gestörten chinesischen Produktion
  • Überkapazitäten in Hamburg sollen in 1,5 bis 2 Jahren wieder vollständig ausgelastet werden, was die Stabilität des Standorts und der Lieferkette stärkt

Wer ist betroffen?

  • Nexperia-Abnehmer der Industrieunternehmen, die auf Nexperia-Chips angewiesen sind
  • Kunden von Nexperia, die temporär Marktanteile eingebüßt haben

Zahlen/Fakten?

  • „Woche für Woche mehr Kapazität“ bis Jahresende sollen die größten Engpässe aufgelöst sein
  • Produktionsverdopplung eines Werks in Malaysia dieses Jahr zur Ersetzung der chinesischen Kapazitäten
  • Werk Hamburg spätestens in 1,5 bis 2 Jahren wieder völlig ausgelastet

Wie geht’s weiter?

  • Nexperia stellt seinen Kunden wieder Woche für Woche mehr Kapazität zur Verfügung und löst die größten Engpässe bis Jahresende auf
  • Produktion in Malaysia wird dieses Jahr verdoppelt, um die fehlenden chinesischen Stückzahlen zu ersetzen
  • Werk Hamburg hat aktuell Überkapazitäten mit stillstehenden Maschinen, soll aber spätestens in 1,5 bis 2 Jahren wieder vollständig ausgelastet sein
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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