Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gesellschaft: Sicherheitskosten für Düsseldorfer Feste
Düsseldorf () – Der Städtetag NRW erwartet vom Land, die Kosten für Sicherheitsmaßnahmen gegen Terroranschläge bei Stadtfesten zu übernehmen. „Der Aufwand für die Sicherheit auf Weihnachtsmärkten und auch für andere Stadtfeste und Jahrmärkte ist in den vergangenen Jahren enorm gestiegen – vor allem, weil deutlich höhere Anforderungen an die Sicherheitskonzepte gestellt werden“, sagte Städtetags-Geschäftsführer Christian Schuchardt der „Rheinischen Post“.
„Wir wollen Weihnachtsmärkte und andere Feste als Orte des Miteinanders bewahren“, führte er aus. „Derzeit springen aber die Städte faktisch für gestiegene Sicherheitskosten ein, während sich der Bund und das Land Nordrhein-Westfalen finanziell nicht beteiligen.“ Weihnachtsmärkte würden damit zu finanziellen Risiken für Städte oder zu Verlustgeschäften für Veranstalter. Der Städtetag kommt nun jedoch zu dem Schluss, dass weder Kommunen noch Veranstalter diese Belastungen tragen müssten. „Terrorabwehr ist keine Aufgabe der Städte“, sagte Schuchardt der „Rheinischen Post“. Er berief sich dabei auf ein Rechtsgutachten, das der Städtetag NRW in Auftrag gegeben hat. „Daraus geht klar hervor: Die vorbeugende Bekämpfung von Straftaten liegt eindeutig bei den staatlichen Polizeibehörden. Aber auch der Bund ist mitverantwortlich, da er für die Abwehr von `Gefahren des internationalen Terrorismus` zuständig ist.“
Schuchardt forderte: „Wir erwarten jetzt vom Land eine ernsthafte und konstruktive Diskussion darüber, wie terrorbedingte Sicherungsmaßnahmen künftig gewährleistet werden und in welcher Form das Land die finanziellen Lasten übernimmt. Und auch der Bund muss sich der Verantwortung stellen und in Zukunft die Finanzierung der Sicherheitsmaßnahmen mitübernehmen, die Terroranschläge verhindern sollen.“
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Polizei auf Weihnachtsmarkt (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Städtetag NRW fordert vom Land die Übernahme der Kosten für Sicherheitsmaßnahmen gegen Terroranschläge bei Stadtfesten.
- Sicherheitsaufwand auf Weihnachtsmärkten ist stark gestiegen, Städte tragen aktuell die Kosten.
- Rechtsgutachten besagt, dass Terrorabwehr Aufgabe der staatlichen Polizeibehörden ist, der Bund ebenfalls Verantwortung trägt.
Warum ist das wichtig?
- Sicherheitskosten für Stadtfeste steigen erheblich
- Städte tragen finanzielle Risiken für Sicherheitsmaßnahmen
- Verantwortung für Terrorabwehr liegt bei staatlichen Behörden und Bund
Wer ist betroffen?
- Städte in Nordrhein-Westfalen
- Veranstalter von Weihnachtsmärkten und Stadtfesten
- Bund und Land Nordrhein-Westfalen
Zahlen/Fakten?
- Städtetag NRW fordert Übernahme der Sicherheitskosten für Stadtfeste durch das Land.
- Sicherheitsaufwand für Weihnachtsmärkte ist in den letzten Jahren gestiegen.
- Terrorabwehr ist keine Aufgabe der Städte, Verantwortung liegt bei staatlichen Polizeibehörden und Bund.
Wie geht’s weiter?
- Städtetag NRW fordert finanzielle Unterstützung vom Land für Sicherheitskosten.
- Erwartung einer konstruktiven Diskussion über zukünftige Sicherungsmaßnahmen.
- Bund soll Verantwortung übernehmen und Sicherheitsfinanzierung mittragen.
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