Kretschmer: Koalitionsbeschlüsse reichen nicht für Aufschwung

12. Juli 2026
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Wirtschaftspolitik in

Dresden () – Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hält die Beschlüsse der schwarz-roten Koalition in für nicht ausreichend, um Deutschlands wirtschaftliche Schwäche zu überwinden. „Das sind nur erste Schritte in die richtige Richtung“, sagte Kretschmer der „Welt“. Für eine wirkliche Verbesserung der ökonomischen Situation und einen Stimmungswechsel sei „noch sehr weit weg von einem Maßnahmenpaket, das uns wirklich einen Aufschwung bringt“.

Kretschmer forderte grundlegende Änderungen in der Energiepolitik, der Klimaschutzpolitik und im Verhältnis von Bürger und Staat. Man merke zum Beispiel in den Gesprächen mit der SPD und den Gewerkschaften, dass die Erkenntnis fehle, wie rasant die wirtschaftliche Talfahrt Deutschlands sei, sagte er. Zwar gehe etwas, „aber jetzt müssen wir alle miteinander darauf bestehen, dass noch viel mehr gehen muss“.

Die Koalition habe vor allem beschlossen, staatliche Leistungen an eine schrumpfende Wirtschaftskraft und sinkende Steuereinnahmen anzupassen, sagte Kretschmer. „Aber eine grundlegende Reform, die uns wirklich wettbewerbsfähig und wieder zum Exportweltmeister machen könnte, ist noch nicht angeschoben.“ Politik müsse schneller und klarer entscheiden. „Die Dynamik der Krise muss sich auch in der Dynamik wirksamer politischer Entscheidungen wiederfinden – Unternehmer müssen zügig agieren, wir auch.“

Kretschmer verwies auf Industriearbeitsplätze und Produktionsverlagerungen. „Wir verlieren 100.000 Industriearbeitsplätze pro Jahr. Immer mehr Unternehmen verlagern Produktion und Arbeitsplätze ins Ausland.“ In dieser Lage könne er „partout nicht verstehen, dass man in so einer Situation in Brüssel immer noch über Lieferkettengesetze oder Entwaldungsrichtlinien spricht“. Statt neuer Richtlinien brauche es „eine Schneise der Freiheit, in Berlin wie in Brüssel, weniger Regulierung“. Was das angehe, reiche es „bei weitem nicht, was die Koalition beschlossen hat“.

Geplante Steuer- und Abgabenerhöhungen bewertet Kretschmer kritisch. „Das ist ein Ansatz der passiven Sanierung.“ Es werde nicht über Wachstum, neue Dynamik, mehr Steuereinnahmen und mehr Beschäftigung geredet, „sondern es wird versucht, Löcher zu stopfen“. Der Finanzminister versuche, „die aktuelle Situation zu nutzen, um die Einnahmen zu steigern“. Das sei „der falsche Weg“, weil es Deutschland nicht aus der Wachstumsschwäche herausführe.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Pressekonferenz nach Koalitionsausschuss (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Kretschmer: Koalitionsbeschlüsse reichen nicht für Aufschwung

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Was ist passiert?

  • Sachsen Ministerpräsident Michael Kretschmer kritisiert die Beschlüsse der schwarz-roten Koalition als nicht ausreichend, um Deutschlands wirtschaftliche Schwäche zu überwinden
  • Er fordert grundlegende Änderungen in Energie- und Klimaschutzpolitik sowie ein weniger regulierendes Verhältnis von Bürgern und Staat
  • Er warnt vor weiterem Verlust von Industriearbeitsplätzen und Produktionsverlagerungen und bewertet geplante Steuer- und Abgabenerhöhungen als falschen Weg zur „passiven Sanierung“

Warum ist das wichtig?

  • Beschlüsse reichen nicht aus, um Deutschlands wirtschaftliche Schwäche spürbar zu überwinden und einen Aufschwung auszulösen
  • Forderung nach grundlegenden Änderungen in Energie- und Klimaschutzpolitik sowie weniger Regulierung, damit Unternehmen schneller handeln können
  • Kritik an geplanten Steuer- und Abgabenerhöhungen als „passive Sanierung“, statt auf Wachstum und Beschäftigung zu setzen

Wer ist betroffen?

  • Deutschlands wirtschaftliche Lage und Unternehmen, die aufgrund der Krise weniger schnell investieren können
  • Industriearbeitsplätze und Betriebe mit Produktionsverlagerungen ins Ausland
  • Bürgerinnen und Bürger sowie das Verhältnis von Bürger und Staat (z.B. durch Anpassungen in Energie- und Klimaschutzpolitik)

Zahlen/Fakten?

  • „Wir verlieren 100.000 Industriearbeitsplätze pro Jahr.“
  • „Immer mehr Unternehmen verlagern Produktion und Arbeitsplätze ins Ausland.“
  • „Das ist ein Ansatz der passiven Sanierung.“

Wie geht’s weiter?

  • Es fehlt noch an einem umfassenden Maßnahmenpaket, das wirklich einen wirtschaftlichen Aufschwung bringt
  • Notwendig seien grundlegende Änderungen vor allem in Energie- und Klimaschutzpolitik sowie weniger Regulierung und mehr „Freiheit“
  • Geplante Steuer- und Abgabenerhöhungen seien „passive Sanierung“ und der falsche Weg ohne Wachstum und mehr Beschäftigung
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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