Monopolkommission warnt vor überteuerten Rüstungsgeschäften

23. Juni 2026
1 min Lesezeit

Monopolkommission warnt vor überteuerten Rüstungsgeschäften

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Rüstungswirtschaft in Deutschland: Wettbewerbsrisiken

() – Die Monopolkommission warnt die Bundesregierung vor überteuerten Rüstungsgeschäften durch mangelnden Wettbewerb, ein verkrustetes Beschaffungswesen und zunehmend dominante Konzerne wie Rheinmetall.

Tomaso Duso, Chef der Monopolkommission, sagte der „Süddeutschen Zeitung“, ihm wäre lieber gewesen, dass weniger Geld ausgegeben werde, aber dann schneller versucht werde, neue Wege zu gehen. Das sei ja alles auch Steuergeld. Die überwiegende Mehrheit der Rüstungsausgaben fließe in konventionelle Systeme der großen deutschen Rüstungsfirmen wie Rheinmetall. Das schade Innovation und Wettbewerbsfähigkeit.

Die Monopolkommission warnt vor neuen Abhängigkeiten von wenigen Anbietern im Rüstungsbereich. Als Beispiel nannte Ökonom Rupprecht Podszun das Satellitennetzwerk Starlink der US-Firma SpaceX, dessen Gründer und CEO Elon Musk die Verteidigungsbereitschaft ganzer Nationen kontrollieren könne. „Wie sollte man als Regierung einem Rüstungsunternehmen, von dem man abhängig ist, noch Wünsche abschlagen? Dagegen schützt Wettbewerb“, sagte Podszun, Direktor des Instituts für Kartellrecht an der Heinrich-Heine-Universität und ebenfalls Mitglied der Monopolkommission.

Die Monopolkommission nimmt dabei besonders den Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall ins Visier. „Wir müssen sehr aufpassen, dass wir uns in keine Systemabhängigkeit von Rheinmetall begeben. Sonst kann die Firma wie eine Spinne im Netz über Jahrzehnte die militärische Infrastruktur dominieren“, sagte Podszun.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Verteidigungsministerium (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Monopolkommission warnt vor überteuerten Rüstungsgeschäften durch mangelnden Wettbewerb.
  • Überwiegende Mehrheit der Rüstungsausgaben fließt in konventionelle Systeme großer deutscher Rüstungsfirmen wie Rheinmetall.
  • Gefahr von Systemabhängigkeit von wenigen Anbietern im Rüstungsbereich, insbesondere Rheinmetall.

Warum ist das wichtig?

  • Vermeidung überteuerter Rüstungsgeschäfte durch Wettbewerb
  • Schutz vor Abhängigkeiten von wenigen Anbietern im Rüstungsbereich
  • Förderung von Innovation und Wettbewerbsfähigkeit der Rüstungsindustrie

Wer ist betroffen?

  • Bundesregierung
  • Rüstungsfirmen wie Rheinmetall
  • öffentliche Hand, die Steuergelder bereitstellt

Zahlen/Fakten?

  • Warnung vor überteuerten Rüstungsgeschäften durch mangelnden Wettbewerb
  • Mehrheit der Rüstungsausgaben fließt in konventionelle Systeme großer deutscher Rüstungsfirmen
  • Risiko neuer Abhängigkeiten von wenigen Anbietern im Rüstungsbereich

Wie geht’s weiter?

  • Überprüfung und Reform des Beschaffungswesens im Rüstungsbereich
  • Förderung von Wettbewerb unter Rüstungsanbietern
  • Reduzierung der Abhängigkeit von dominierenden Unternehmen wie Rheinmetall
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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