Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Sicherheitspolitik: Saarland und Forschungseinrichtungen
Saarbrücken/Köln () – Der saarländische Verfassungsschutz sieht mehrere Forschungseinrichtungen im Land als mögliche Ziele chinesischer Nachrichtendienste.
„Im Saarland sind zahlreiche Forschungsinstitute ansässig, die in einer der zehn strategischen Zukunftsbranchen forschen und daher im Interesse chinesischer Nachrichtendienste stehen dürften“, teilte die Behörde auf Anfrage des „Handelsblatts“ mit.
Genannt werden demnach unter anderem das Cispa – Helmholtz Center for Information Security, das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), das Max-Planck-Institut für Informatik, das Max-Planck-Institut für Softwaresysteme und das Leibniz-Zentrum für Informatik. Betroffen könnten nach Angaben der Behörde zudem Forschungsinstitute und Lehrstühle der Universität des Saarlandes in den Bereichen Biotechnologie, Medizintechnik sowie Energie- und Umwelttechnologie sein.
Auch das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) warnt: „China betreibt seit Jahren ein umfassendes System des Technologie- und Know-how-Transfers, welches im Zentrum der chinesischen Wissenschaftsspionage steht, um seine wirtschaftliche und militärische Entwicklung voranzutreiben.“
Demnach werde Beschaffung nicht nur über nachrichtendienstliche Netze, sondern „auf überwiegend legalem Wege“ vorgenommen, etwa über Austausch- und Kooperationsprogramme mit deutschen Universitäten und Spitzenforschungseinrichtungen, erklärte die Behörde auf Anfrage des „Handelsblatts“. Alle relevanten Erkenntnisse dürften „auch dem chinesischen Militär und dem Rüstungssektor zugänglich gemacht werden“.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Bundeskriminalamt (BKA) und Bundesamt für Verfassungsschutz (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Verfassungsschutz im Saarland sieht Forschungseinrichtungen als mögliche Ziele chinesischer Nachrichtendienste.
- Genannte Institute umfassen unter anderem das Cispa, DFKI, und verschiedene Max-Planck-Institute.
- BfV warnt vor chinesischer Wissenschaftsspionage und Technologie-Transfer über legale Wege.
Warum ist das wichtig?
- Schutz sensibler Forschungseinrichtungen vor Spionage
- Bedeutung für nationale Sicherheit und technologischen Fortschritt
- Verhinderung der Weitergabe strategischer Technologien an ausländische Staaten
Wer ist betroffen?
- Forschungsinstitute im Saarland
- Universität des Saarlandes
- Chinesische Nachrichtendienste
Zahlen/Fakten?
- Mehrere Forschungseinrichtungen im Saarland als mögliche Ziele chinesischer Nachrichtendienste identifiziert
- Genannte Institute: Cispa, DFKI, Max-Planck-Institute für Informatik und Softwaresysteme, Leibniz-Zentrum für Informatik
- China betreibt ein umfassendes System des Technologie- und Know-how-Transfers zur Unterstützung wirtschaftlicher und militärischer Entwicklungen
Wie geht’s weiter?
- Analyse der Sicherheitslage und Prüfung der Forschungseinrichtungen
- Stärkung des Informationsaustauschs zwischen den Behörden
- Entwicklung von Schutzmaßnahmen gegen Spionage
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