SPD kritisiert Prien wegen Umbau von "Demokratie leben"

17. Juni 2026
1 min Lesezeit

SPD kritisiert Prien wegen Umbau von "Demokratie leben"

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Politik: SPD kritisiert Prien in Berlin

() – Die SPD wirft Familienministerin Karin Prien (CDU) vor, sie beim Umbau des Bundesprogramms „Demokratie leben“ nicht ausreichend einzubinden. In einem internen Brief an die Ministerin äußern die Ausschussvorsitzende Saskia Esken, die familienpolitische Sprecherin der Fraktion, Jasmina Hostert, und der für das Programm zuständige Berichterstatter Felix Döring „erheblichen Unmut“ über den Umgang des Ministeriums mit dem Koalitionspartner, berichtet der „Focus“.

„In den Prozess zur Überarbeitung der Förderrichtlinie wurden wir von Beginn an nur unzureichend eingebunden“, schreiben die Sozialdemokraten. Darüber hinaus seien die schriftlichen und mündlichen Fragen an das Ministerium aus den Reihen der SPD-Bundestagsfraktion vielfach nur unvollständig oder ausweichend beantwortet worden.

Weiter heißt es in dem Brief, ein für den 12. Juni vereinbartes Gespräch sei seitens des Ministeriums kurzfristig abgesagt und auf die letzte Juniwoche verschoben worden. „Vor dem Hintergrund des uns übermittelten Zeitplans müssen wir zunehmend davon ausgehen, dass eine ernsthafte Einbeziehung des Koalitionspartners in die Ausgestaltung der neuen Förderrichtlinie faktisch nicht mehr vorgesehen ist. Diese Entwicklung halten wir mit Blick auf die vertrauensvolle Zusammenarbeit innerhalb der Koalition für nicht akzeptabel.“

Familienministerin Karin Prien (CDU) plant, das Bundesprogramm „Demokratie leben“ neu aufzustellen. Institutionen wie Schulen, freiwillige Feuerwehren, Sportvereine und Bibliotheken will die Christdemokratin zukünftig stärker fördern. Dafür soll die Unterstützung von rund 200 Projekten zum Jahresende auslaufen – zum Teil trotz gegenteiliger Zusagen. Die Ergebnisse einer laufenden Evaluation der Projekte wurden vom Ministerium nicht abgewartet. Das Bundesprogramm „Demokratie leben“ fördert seit 2014 Hunderte Projekte für Demokratie und zur Abwehr von Extremismus, Rassismus und Antisemitismus. Dem Familienministerium stehen dieses Jahr dafür rund 190 Millionen Euro zur Verfügung.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Karin Prien am 15.06.2026

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • SPD wirft Familienministerin Karin Prien mangelnde Einbindung beim Umbau des Programms "Demokratie leben" vor.
  • Geplantes Gespräch am 12. Juni wurde kurzfristig abgesagt und auf Ende Juni verschoben.
  • Unterstützung von rund 200 Projekten soll zum Jahresende auslaufen, ohne auf Evaluationsergebnisse zu warten.

Warum ist das wichtig?

  • Wichtige Einbindung des Koalitionspartners für effektive Zusammenarbeit
  • Vertrauen in politische Prozesse kann durch mangelnde Kommunikation beeinträchtigt werden
  • Veränderung der Förderrichtlinie betrifft zahlreiche demokratische Initiativen und Projekte

Wer ist betroffen?

  • SPD-Bundestagsfraktion
  • Familienministerin Karin Prien (CDU)
  • Institutionen wie Schulen, freiwillige Feuerwehren, Sportvereine und Bibliotheken

Zahlen/Fakten?

  • 190 Millionen Euro stehen dem Familienministerium dieses Jahr zur Verfügung für das Programm "Demokratie leben".
  • Rund 200 Projekte laufen zum Jahresende aus, teils trotz gegenteiliger Zusagen.
  • Das Bundesprogramm fördert seit 2014 Hunderte Projekte zur Abwehr von Extremismus, Rassismus und Antisemitismus.

Wie geht’s weiter?

  • Ministerium soll Gesprächstermine einhalten und transparent kommunizieren
  • SPD erwartet ernsthafte Einbeziehung in die Förderrichtlinie
  • Fortführung und Evaluation der laufenden Projekte bis Jahresende abwarten
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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