Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Wirtschaft: Drohnen-Spionage und Sicherheitsrisiken in Deutschland
Berlin () – Das Bundesamt für Verfassungsschutz warnt die deutsche Wirtschaft vor immer ausgefeilteren Spionage- und Sabotageversuchen durch Drohnen. Die Verfügbarkeit und die Fähigkeiten von Drohnen nähmen rasant zu, heißt es in einem neuen Warnhinweis des Verfassungsschutzes an Unternehmen, über den die „Süddeutsche Zeitung“ und der WDR berichten. Es wachse die Gefahr, dass Drohnen auch für gezielte Spionage- und Sabotageversuche eingesetzt würden, heißt es in dem Papier.
Die Fähigkeiten der Drohnen entwickelten sich mit enormem Tempo weiter, warnt das Bundesamt in dem Schreiben mit dem Titel „Schutz vor Ausspähung durch Drohnen“. Kameras verfügten über eine immer höhere Auflösung. Gleichzeitig gehe der Trend zur Miniaturisierung weiter, weil immer bessere Technik auf immer weniger Raum verbaut werden könne. Drohnen würden somit ständig kleiner, unauffälliger und präziser. Künstliche Intelligenz schaffe neue Möglichkeiten bei der Steuerung oder der Bildauswertung.
Besonders gefährdet sind dem Papier zufolge militärische Objekte aller Art, kritische Infrastrukturen wie Energie- und Wasserversorgung, Kommunikationsnetze oder Ziele aus dem Bereich Transport und Verkehr. Ins Visier geraten könnten aber auch Gewerbegebiete, Industrieanlagen oder Standorte von Sicherheitsbehörden.
Allein im vergangenen Jahr hatte das Bundeskriminalamt mehr als 1.000 verdächtige Drohnenflüge registriert. Mit dem Warnschreiben aus der Abteilung 4 für Spionageabwehr mahnt der Verfassungsschutz im Fall von Spionageattacken eine schnelle Reaktion an. Die deutsche Spionageabwehr empfiehlt, Computerbildschirme zu sperren, Fenster, Vorhänge und Jalousien zu schließen sowie Whiteboards, Flipcharts und Dokumente abzudecken. Auch mobile Schnittstellen wie WLAN und Bluetooth sollten besser deaktiviert werden. Wenn möglich, sollten die Mitarbeiter Fotos oder Videoaufnahmen von der oder den Drohnen machen, empfiehlt der Verfassungsschutz.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Bundeskriminalamt (BKA) und Bundesamt für Verfassungsschutz (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Das Bundesamt für Verfassungsschutz warnt vor zunehmenden Spionage- und Sabotageversuchen durch Drohnen.
- Die technischen Fähigkeiten von Drohnen entwickeln sich schnell weiter, drohen kritische Infrastrukturen und militärische Objekte.
- Im letzten Jahr registrierte das Bundeskriminalamt über 1.000 verdächtige Drohnenflüge.
Warum ist das wichtig?
- Warnung vor zunehmender Gefahr durch Drohnen für Wirtschaft und kritische Infrastrukturen
- Entwicklungstechnologie von Drohnen schreitet rasant voran, steigert Risiken von Spionage und Sabotage
- Notwendigkeit schneller Reaktionen bei Spionageattacken zur Sicherung sensibler Informationen
Wer ist betroffen?
- deutsche Wirtschaft
- militärische Objekte
- kritische Infrastrukturen
Zahlen/Fakten?
- Über 1.000 verdächtige Drohnenflüge registriert im vergangenen Jahr.
- Drohnen werden zunehmend kleiner, unauffälliger und präziser.
- Kameras haben eine immer höhere Auflösung.
Wie geht’s weiter?
- Unternehmen sollten sofortige Sicherheitsmaßnahmen ergreifen.
- Mitarbeiter sollen verdächtige Drohnen dokumentieren.
- Spionageabwehr empfiehlt, digitale Schnittstellen zu deaktivieren.
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