Österreich will Schutz für ukrainische Männer abschaffen

4. Juni 2026
1 min Lesezeit

Österreich will Schutz für ukrainische Männer abschaffen

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Flüchtlingspolitik in Österreich: Neue Regelungen

() – drängt darauf, bestimmten Gruppen von ukrainischen Kriegsflüchtlingen künftig nicht länger Schutz zu gewähren. Das berichtet die „Welt“.

Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) sagte der Zeitung: „Einen automatischen Schutzstatus für ukrainische Männer soll es ab März 2027 nicht mehr geben.“ Die selbst benötige ihre männlichen Staatsbürger im wehrfähigen Alter. Diese Maßnahme führe zu einer Entlastung für Österreich, so der Minister. Ein solcher Schritt helfe auch der Ukraine, da sie ihre eigenen Staatsbürger im Land brauche, um die Verteidigungsfähigkeit, aber auch die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, zu erhalten.

Karner kündigte an, dass sich Österreich bei den Beratungen der EU-Innenminister am Donnerstag in für entsprechende Gesetzesänderungen einsetzen und ein „rasches Handeln“ fordern werde, damit die Betroffenen Rechtssicherheit hätten.

Hintergrund: Nach den Gesetzen der Ukraine dürfen Männer im Alter von 23 bis 60 Jahren ihre Heimat nicht ohne Genehmigung verlassen. In der Ukraine sind männliche Personen zwischen 18 und 60 Jahren wehrpflichtig. Seit August 2025 dürfen Männer im Alter von 18 bis 22 Jahren aber laut ukrainischen Gesetzen ausreisen. Sie würden damit nicht unter die geplanten Neuregelungen in der EU fallen. Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine finden in der EU derzeit nach der sogenannten Massenzustrom-Richtlinie Aufnahme. Diese regelt, dass Antragsteller schnell einen Schutzstatus erhalten können, ohne zuvor eine individuelle Asylprüfung durchlaufen zu müssen.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Ankunft von Flüchtlingen aus der Ukraine in (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Österreich plant, bestimmten ukrainischen Kriegsflüchtlingen ab März 2027 keinen Schutzstatus mehr zu gewähren.
  • Innenminister Gerhard Karner betont, dass dies der Ukraine helfen soll, ihre männlichen Staatsbürger für Verteidigung und Wirtschaft zu halten.
  • Österreich wird sich für Gesetzesänderungen auf EU-Ebene einsetzen.

Warum ist das wichtig?

  • Entlastung für Österreich durch Beendigung des automatischen Schutzstatus für ukrainische Männer
  • Unterstützung der Ukraine durch Erhalt männlicher Staatsbürger zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeit
  • Notwendigkeit von Rechtssicherheit für betroffene Flüchtlinge durch gesetzliche Änderungen in der EU

Wer ist betroffen?

  • ukrainische Kriegsflüchtlinge
  • männliche Staatsbürger der Ukraine im wehrfähigen Alter
  • EU-Innenminister

Zahlen/Fakten?

  • Ab März 2027 soll kein automatischer Schutzstatus für ukrainische Männer mehr gelten.
  • Männliche Staatsbürger im wehrfähigen Alter dürfen die Ukraine ohne Genehmigung nicht verlassen.
  • In der Ukraine sind Männer zwischen 18 und 60 Jahren wehrpflichtig.

Wie geht’s weiter?

  • Österreich setzt sich für Gesetzesänderungen ein, um Schutzstatus für ukrainische Männer ab März 2027 einzuschränken
  • Innenminister Karner fordert schnelles Handeln bei EU-Innenministertreffen
  • Fokus auf Rechtssicherheit für betroffene Flüchtlinge
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
Letzte Artikel von Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH (Alle anzeigen)

Don't Miss