Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt
Wirtschaft: Pendlerpauschale im Fokus in Berlin
Berlin () – Der Ökonom Lars Feld hat sich für eine Anhebung der Pendlerpauschale ausgesprochen. „Das lässt sich aus ökonomischer Sicht mit dem Nettoprinzip gut begründen und greift nicht in die Preisbildung ein“, sagte Feld der „Rheinischen Post“ (Freitagausgabe). „Man kann die Pendlerpauschale auf 45 Cent je Kilometer anheben.“
Der frühere Chef der Wirtschaftsweisen sieht darin einen Weg zur schnellen Entlastung. „Die Bürger könnten die Entlastung schon im laufenden Jahr spüren, wenn sie sich diese auf der Lohnsteuerkarte eintragen ließen.“
Nach einer Daumenregel würde eine Anhebung um einen Cent pro Kilometer die Arbeitnehmer um rund 230 Millionen Euro entlasten, so Feld. „Damit würden wir insgesamt bei Einnahmeausfällen für den Staat von rund 1,6 Milliarden Euro landen.“
Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) regt eine Erhöhung der Pendlerpauschale an. Dagegen lehnt Feld einen Spritpreisdeckel, wie ihn die SPD fordert, ab. „Ein Preisdeckel und ein Tankrabatt verzerren die Preise, die den Menschen signalisieren: Öl und Sprit werden knapper. Wir müssen die Preissignale wirken lassen, damit die Nachfrage sinkt und sich an das sinkende Angebot anpasst“, sagte er. „Zudem haben Preisdeckel und Tankrabatt den Nachteil, dass sie für alle gelten – und es daher zu teuren Mitnahmeeffekten kommt.“
Der Freiburger Ökonom war von 2011 bis 2021 Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland („Wirtschaftsweise“). Er beriet zudem Finanzminister Christian Lindner (FDP).
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Straßenverkehr (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Lars Feld spricht sich für Anhebung der Pendlerpauschale auf 45 Cent pro Kilometer aus.
- Wirtschaftsministerin Katherina Reiche unterstützt ebenfalls die Erhöhung.
- Feld lehnt einen Spritpreisdeckel ab, um Preissignale zu erhalten.
Warum ist das wichtig?
- Anhebung der Pendlerpauschale könnte schnelle Entlastung für Bürger bringen.
- Finanzielle Entlastung von rund 230 Millionen Euro für Arbeitnehmer möglich.
- Vermeidung von Verzerrungen am Markt durch Preisdeckel und Tankrabatt.
Wer ist betroffen?
- Bürger
- Arbeitnehmer
- Finanzminister
Zahlen/Fakten?
- Anhebung der Pendlerpauschale auf 45 Cent je Kilometer vorgeschlagen
- Entlastung der Arbeitnehmer um rund 230 Millionen Euro bei Anhebung um einen Cent pro Kilometer
- Einnahmeausfälle für den Staat von rund 1,6 Milliarden Euro zu erwarten
Wie geht’s weiter?
- Anhebung der Pendlerpauschale auf 45 Cent je Kilometer anstreben
- Entlastung könnte bereits im laufenden Jahr spürbar sein
- Ablehnung von Preisdeckel und Tankrabatt aufgrund von Verzerrungen
- Wirtschaftsweiser lobt Klingbeils Reformpläne - 10. April 2026
- Gaspreise: Wirtschaftsweiser will europäisches Einkaufskartell - 10. April 2026
- Ex-Lindner-Berater wirbt für höhere Pendlerpauschale - 10. April 2026
