"Reporter ohne Grenzen": 67 Journalisten in einem Jahr getötet

9. Dezember 2025
1 min Lesezeit

"Reporter ohne Grenzen": 67 Journalisten in einem Jahr getötet

Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt

Gesellschaft: Gefährliche Bedingungen für Journalisten weltweit

() – Nach Zählung der Menschenrechtsorganisation „Reporter ohne Grenzen“ sind in den vergangenen zwölf Monaten weltweit 67 Journalisten im Zusammenhang mit ihrer Arbeit getötet worden. Das geht aus der Jahresbilanz der Organisation hervor, die am Dienstag veröffentlicht wurde.

Besonders gefährlich war die Lage demnach in Konfliktgebieten wie Gaza, wo laut RSF fast die Hälfte der getöteten Journalisten durch Angriffe der israelischen Streitkräfte ums Leben kam. Auch in der und im Sudan wurden gezielte Angriffe auf Journalisten verzeichnet.

Weltweit sind darüber hinaus mindestens 503 Journalisten in 62 Ländern inhaftiert. Die meisten Medienschaffenden sind weiterhin in (121) eingesperrt, gefolgt von Russland (48) und Myanmar (47). Russland hält zudem mehr ausländische Journalisten fest als jeder andere Staat, nämlich 26 Ukrainer.

Zum 1. Dezember 2025 gelten zudem weltweit 135 Journalisten in 37 Ländern als vermisst – einige von ihnen seit mehr als drei Jahrzehnten. Insgesamt 75 Prozent der derzeit Vermissten verschwanden in Ländern des Nahen Ostens oder Lateinamerikas. Die Fälle häufen sich besonders in (28) und (37). In Syrien waren viele Journalisten vom sogenannten „Islamischen Staat“ (IS) als Geiseln genommen oder vom Assad-Regime inhaftiert worden. Doch weder der Sturz des Regimes noch der Zusammenbruch des IS haben bislang dazu geführt, dass das Schicksal dieser Journalisten aufgeklärt wurde.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Mikrofone von Journalisten (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • 67 Journalisten weltweit wurden in den letzten zwölf Monaten getötet.
  • Besondere Gefahren für Journalisten in Konfliktgebieten wie Gaza, Ukraine und Sudan.
  • 503 Journalisten in 62 Ländern inhaftiert, die meisten in China, Russland und Myanmar.

Warum ist das wichtig?

  • Schutz der Pressefreiheit ist essenziell für die Demokratie und das Recht auf Informationen.
  • Gewalt gegen Journalisten gefährdet die Berichterstattung in Konfliktgebieten und deren Sicherheit.
  • Hohe Anzahl an Inhaftierungen und Vermissten unter Journalisten verdeutlicht die Gefahren für kritischen Journalismus weltweit.

Wer ist betroffen?

  • Journalisten weltweit
  • Journalisten in Konfliktgebieten
  • inhaftierte und vermisste Journalisten

Zahlen/Fakten?

  • 67 Journalisten getötet in den letzten 12 Monaten
  • mindestens 503 Journalisten in 62 Ländern inhaftiert
  • 135 Journalisten in 37 Ländern als vermisst, 75% davon im Nahen Osten oder Lateinamerika

Wie geht’s weiter?

  • Fortsetzung der Notwendigkeit für internationale Aufmerksamkeit auf die Sicherheit von Journalisten
  • Erhöhung des Drucks auf Regierungen, um die Inhaftierungen und Angriffe auf Journalisten zu beenden
  • Weitere Berichterstattung über das Schicksal vermisster Journalisten und deren Familien
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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