Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt
Humanitäre Herausforderungen im Sudan: Krieg und Hilfe
Berlin () – Zum dritten Jahrestags des Kriegs im Sudan hat der frühere UN-Sonderbeauftragte für das Land, Volker Perthes, eine Aufstockung der humanitären Hilfe für das Land gefordert. Im und um den Sudan seien „mehr Menschen als anderswo auf Lebensmittel und medizinische Hilfe angewiesen“, sagte Perthes dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland„.
Es wäre wichtig, dass die internationale Sudan-Konferenz, die am Mittwoch in Berlin stattfindet „humanitäre Hilfe wirklich mobilisiert und es nicht bei Appellen belässt“. Neben der Höhe der Unterstützung müsse es auch darum gehen, Hilfe effektiv einzusetzen und dafür zu sorgen, dass Hilfsleistungen nicht behindert oder gar von den Kriegsparteien übernommen werden.
Perthes forderte außerdem den Stopp von Goldimporten aus dem Sudan. „Der Sudan ist der drittgrößte Goldproduzent in Afrika. Mit den Einnahmen finanzieren die Kriegsparteien ihre Kriegsführung. Es wäre daher wichtig, kein Gold mehr aus dem Sudan zu importieren“, sagte er. Das meiste Gold aus Sudan werde zur Zeit in die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) exportiert, ein Teil auch nach Ägypten, und von dort weiter auf den Weltmarkt. Auf diese Weise gelange es auch nach Europa.
Eine Chance auf einen Waffenstillstand im Sudan gebe es nur, wenn die mit den Kriegsparteien verbündeten Länder diese nicht mehr unterstützten. „Wenn der Nachschub an Waffen, Munition und Brennstoff ausbleibt, dürfte das die Bereitschaft erhöhen, sich auf eine Beruhigung der Lage einzulassen“, sagte Perthes. Hier seien insbesondere Ägypten und die Vereinigten Arabischen Emirate in der Pflicht. Die USA müssten bei diesen Ländern auf Zurückhaltung im Sudan drängen.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Republik Sudan (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Volker Perthes fordert Aufstockung der humanitären Hilfe für den Sudan.
- Internationale Sudan-Konferenz in Berlin soll humanitäre Hilfe mobilisieren.
- Stopp von Goldimporten aus dem Sudan gefordert, um Kriegsparteien zu schwächen.
Warum ist das wichtig?
- Aufstockung der humanitären Hilfe notwendig, da viele Menschen im Sudan dringend darauf angewiesen sind
- Effektive Hilfeleistung sicherstellen, um Unterstützung nicht von Kriegsparteien zu behindern
- Stopp der Goldimporte aus dem Sudan gefordert, um Finanzierung der Kriegsparteien zu unterbinden
Wer ist betroffen?
- Menschen im Sudan, die auf Lebensmittel und medizinische Hilfe angewiesen sind
- Kriegsparteien im Sudan
- Länder, die mit den Kriegsparteien verbündet sind (insbesondere Ägypten und die VAE)
Zahlen/Fakten?
- Sudan ist der drittgrößte Goldproduzent in Afrika.
- Die meisten Goldexporte aus Sudan gehen in die VAE und Ägypten.
- Perthes fordert eine Aufstockung der humanitären Hilfe und den Stopp von Goldimporten aus Sudan.
Wie geht’s weiter?
- Aufstockung der humanitären Hilfe für den Sudan
- Stopp von Goldimporten aus dem Sudan
- Dringender Aufruf an unterstützende Länder, Kriegsparteien nicht mehr zu unterstützen
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