Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Sicherheitspolitik in Sachsen-Anhalt im Fokus
Berlin () – Angesichts hoher Umfragewerte der AfD in Sachsen-Anhalt warnen Polizeigewerkschaften vor Risiken für Sicherheitsbehörden bei einer möglichen Regierungsübernahme der Partei.
Es gehe um die „Funktionsfähigkeit des demokratischen Rechtsstaates“, sagte der Vorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter, Dirk Peglow, dem „Handelsblatt“. Besonders betroffen seien die Innen- und Justizressorts, bei denen es um „Zugang zu sicherheitsrelevanten Informationen“ gehe.
Der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Heiko Teggatz, sieht zudem weitere Risiken beim Austausch politischer Beamter, etwa Staatssekretären, Abteilungsleitern und Präsidenten von Oberbehörden. „Das birgt natürlich die Gefahr, dass Parteien wie die AfD oder die Linke ihre Parteisoldaten an entscheidender Stelle installieren können“, sagte er dem „Handelsblatt“. Als Schutzmaßnahme schlug Teggatz vor, die Ernennung politischer Beamter „ausschließlich auf Staatssekretärsebene“ zu beschränken.
Der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Jochen Kopelke, warnte überdies vor einer Einschränkung des Remonstrationsrechts von Beamten. Dieses Recht ist gesetzlich festgeschrieben und beschreibt das Recht von Beamten, Befehle bei fehlender Rechtmäßigkeit zu verweigern. Kopelke zeigte sich beunruhigt, „wie die AfD das Remonstrationsrecht kritisiert und sicherlich einschränken will“. Er hält es für denkbar, dass Regierungsmitglieder der AfD keinen Zugang zu geheimen Dokumenten erhalten. „Wenn es keine Sicherheitsfreigabe gibt, ist die Arbeit einer Landesregierung erschwert“, sagte Kopelke dem „Handelsblatt“.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | AfD-Logo (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Polizeigewerkschaften warnen vor Risiken einer möglichen Regierungsübernahme der AfD in Sachsen-Anhalt.
- Bedenken hinsichtlich der Funktionsfähigkeit des demokratischen Rechtsstaates und des Zugangs zu sicherheitsrelevanten Informationen.
- Risiken beim Austausch politischer Beamter und mögliche Einschränkungen des Remonstrationsrechts von Beamten.
Warum ist das wichtig?
- Risiken für die Funktionsfähigkeit des demokratischen Rechtsstaates
- Zugang zu sicherheitsrelevanten Informationen könnte eingeschränkt werden
- Gefahr der politischen Einflussnahme auf Sicherheitsbehörden durch parteiinterne Ernennungen
Wer ist betroffen?
- Polizeigewerkschaften
- Innen- und Justizressorts
- politische Beamte (z.B. Staatssekretäre, Abteilungsleiter)
Zahlen/Fakten?
- Hohe Umfragewerte der AfD in Sachsen-Anhalt
- Bundes Deutscher Kriminalbeamter warnt vor Risiken für Sicherheitsbehörden
- Vorschlag, Ernennungen politischer Beamter auf Staatssekretärsebene zu beschränken
Wie geht’s weiter?
- Warnungen vor Risiken für Sicherheitsbehörden bei möglicher AfD-Regierungsübernahme
- Vorschlag, Ernennung politischer Beamter auf Staatssekretärsebene zu beschränken
- Bedenken bezüglich Einschränkungen des Remonstrationsrechts von Beamten
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