Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gesundheitspolitik in Berlin: Diskussion um Kürzungen
Berlin () – Der Arbeitnehmerflügel der CDU hat Forderungen aus der eigenen Partei, Gesundheitsleistungen für Bürgergeldempfänger zu kürzen, deutlich zurückgewiesen. „Wer krank ist, braucht Hilfe – und zwar unabhängig davon, ob er gerade Arbeit hat, alleinerziehend ist, im Alter Grundsicherung bezieht oder aus anderen Gründen auf Unterstützung angewiesen ist“, sagte der CDA-Vorsitzende Dennis Radtke (CDU) dem „Handelsblatt“.
Für die Christlich-demokratische Arbeitnehmerschaft sei dies eine rote Linie, so Radtke. Er stellte klar, dass an der notwendigen medizinischen Versorgung von Menschen in Not nicht gespart werde.
Diese Woche hatten Vertreter der Jungen Gruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Leistungskürzungen gefordert, um die Sozialbeiträge zur Gesundheitsversicherung (GKV) zu stabilisieren. Radtke forderte stattdessen, die zwölf Milliarden Euro, die bisher aus GKV-Beiträgen bezahlt werden, müssten aus Steuermitteln abgedeckt werden. Hierzu müsse Finanzminister und SPD-Chef Lars Klingbeil einen Vorschlag machen und eine verbindliche Vereinbarung her.
Zu einer Regelung gehöre sicher nicht, bei den Schwächsten anzufangen, so Radtke. Eine alleinerziehende Mutter, die ein krankes Kind versorgt, oder ein Rentner in der Grundsicherung seien keine Haushaltsposten, an denen man mal eben herumkürze.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Krankenhaus (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Arbeitnehmerflügel der CDU lehnt Kürzungen von Gesundheitsleistungen für Bürgergeldempfänger ab.
- CDA-Vorsitzender Dennis Radtke betont, dass medizinische Versorgung für hilfsbedürftige Menschen gewährleistet sein muss.
- Vertreter der Jungen Gruppe der CDU/CSU fordern Leistungskürzungen zur Stabilisierung der Sozialbeiträge.
Warum ist das wichtig?
- Unterstützung für kranke Menschen unabhängig von ihrer finanziellen Lage
- Verteidigung der medizinischen Grundversorgung für Bedürftige
- Ablehnung von Leistungskürzungen, um finanzielle Stabilität der Gesundheitsversorgung zu gewährleisten
Wer ist betroffen?
- Bürgergeldempfänger
- Alleinerziehende
- Rentner in der Grundsicherung
Zahlen/Fakten?
- 12 Milliarden Euro sollen aus GKV-Beiträgen finanziert werden
- Vorschlag von Lars Klingbeil gefordert
- Keine Kürzungen bei Gesundheitsleistungen für Bürgergeldempfänger
Wie geht’s weiter?
- Forderung nach Steuermitteln zur Deckung von GKV-Beiträgen
- Vorschlag von Finanzminister Lars Klingbeil erforderlich
- Keine Leistungskürzungen für Gesundheitsversorgung von Bedürftigen
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