EU einigt sich auf Abschwächung von Entwaldungsrichtlinie

4. Dezember 2025
1 min Lesezeit

EU einigt sich auf Abschwächung von Entwaldungsrichtlinie

Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt

EU-Politik zur Entwaldungsrichtlinie angepasst

Brüssel () – Das Europäische Parlament und die Präsidentschaft des EU-Rates haben sich am Donnerstag auf eine Abschwächung der Entwaldungsrichtlinie geeinigt.

Die Klimaschutzmaßnahme, die sicherstellen soll, dass für Waren wie Kaffee, Kakao, Palmöl oder Holz keine Waldflächen abgeholzt werden, soll zunächst um ein Jahr verschoben werden. Für Druckerzeugnisse soll die Richtlinie nicht mehr gelten.

Die Institutionen haben sich darauf geeinigt, dass die Verantwortung für die Vorlage einer Sorgfaltserklärung künftig nicht mehr bei den Betreibern und Händlern liegen soll, die ein Produkt vermarkten liegen, sondern nur bei den Unternehmen, die es als Erste auf den EU-Markt bringen. Kleinst- und Kleinunternehmen sollen nun nur noch eine einmalige vereinfachte Erklärung abgeben müssen.

Das Parlament soll während seiner Plenarsitzung vom 15. bis 18. Dezember über das Abkommen abstimmen. Die Änderungen treten nur in Kraft, wenn der vereinbarte Text sowohl vom Parlament als auch vom Rat gebilligt wird.

Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) schätzt, dass zwischen 1990 und 2020 rund 420 Millionen Hektar Wald – eine Fläche größer als die EU – durch Entwaldung verloren gegangen sind. Der Verbrauch in der EU ist für etwa 10 Prozent der weltweiten Entwaldung verantwortlich. Palmöl und Soja machen mehr als zwei Drittel davon aus.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Brasilianischer Regenwald (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Europäisches Parlament und EU-Ratspräsidentschaft einigen sich auf Abschwächung der Entwaldungsrichtlinie.
  • Umsetzung der Richtlinie wird um ein Jahr verschoben; Druckerzeugnisse sind ausgenommen.
  • Verantwortung für Sorgfaltserklärung liegt künftig nur bei den ersten in den EU-Markt bringenden Unternehmen.

Warum ist das wichtig?

  • Bedeutung des europäischen Vorschlags zur Entwaldungsrichtlinie für den Klimaschutz
  • Verantwortung für Sorgfaltserklärungen wird reduziert, was Unternehmen entlastet
  • Risikominimierung durch Abschwächung der Richtlinie für Kleinst- und Kleinunternehmen

Wer ist betroffen?

  • Unternehmen, die Produkte auf den EU-Markt bringen
  • Kleinst- und Kleinunternehmen
  • Verbraucher von Produkten wie Kaffee, Kakao, Palmöl oder Holz

Zahlen/Fakten?

  • 420 Millionen Hektar Wald verloren zwischen 1990 und 2020
  • EU-Verbrauch verantwortlich für etwa 10 Prozent der weltweiten Entwaldung
  • Palmöl und Soja machen mehr als zwei Drittel der Entwaldung durch die EU aus

Wie geht’s weiter?

  • Abstimmung des Parlaments über das Abkommen vom 15. bis 18. Dezember
  • Änderungen treten nur bei Billigung durch Parlament und Rat in Kraft
  • Verantwortung für Sorgfaltserklärung liegt künftig nur bei Herstellern
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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